Donnerstag, 1. Dezember 2022

Mit Großmutters Speisezettel gegen das Unbehagen?

Zürich / CH. (ww) Industriell optimierte Designer-Nahrung erzeugt Übergewicht und Unbehagen. Der gesundbeterische Bio-Kult beruht auf falschen Versprechungen. Wer gut leben und essen will, sollte zu den bewährten Rezepten unserer Großmütter greifen, heißt es in einem lesenswerten Artikel der Züricher «Weltwoche». Dies ist die vereinfachte Formel, weshalb wir immer dicker werden, obwohl es noch nie so viel Light Food, so viele Ernährungsberater, so viele Diäten gegeben hat wie heute. Die Nahrungsmittel tragen auf der Verpackung inzwischen Konsumenteninformationen, die an den Beipackzettel eines Medikamentes erinnern. Obwohl noch nie so viele verschiedene Produkte auf unseren Tellern vorkamen wie heute, hat die Biodiversität unserer Grundnahrungsmittel drastisch abgenommen. Die Vielfalt, die Qualität, die Sicherheit sind so überwältigend, dass die Fettleibigkeit als logische Folge kommen musste. «Was wir heute verspeisen, kann man nicht Essen nennen», stellte Ernährungsjournalist und Berkeley-Professor Michael Pollan kürzlich im New York Times Magazine fest. Was er damit sagen will: Wir essen keine Lebensmittel mehr, sondern Nahrungsmittel. Ein Lebensmittel ist ein Mittel zum Leben, während wir beim Nahrungsmittel abhängig sind von jemandem, der uns füttert. Doch Essen darf keine Ersatzhandlung sein, um gleichzeitig die Welt zu retten, unser Gewissen zu beruhigen oder um gesund zu bleiben. Granny-Food sei eine Verteidigungsform gegen jede Form von Designer-Food.
Info: https://www.weltwoche.ch

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