Sonntag, 20. Juni 2021

Mit alten Sorten zum wirtschaftlichen Erfolg

Bonn. (ble) Wie können ländliche Regionen und Unternehmen mit Lebensmitteln aus besonderen oder gefährdeten Sorten und Rassen wirtschaftlich erfolgreich sein und wie kann Politik und Verwaltung dabei unterstützen? Das untersuchten Expertenteams in dem vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) finanzierten und von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) betreuten Projekt «AgroBioNet».

Die Fachleute analysierten 21 Praxisbeispiele, identifizierten Erfolgsfaktoren und leiteten daraus Empfehlungen ab, die auf andere Projekte übertragen werden können. In der Abschlussbroschüre «Wertschöpfung mit alten Sorten und alten Rassen» werden die Leuchtturmprojekte und Ergebnisse vorgestellt.

Zu den Erfolgsfaktoren, die Fachleute der nova-Institut GmbH und der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft identifizierten, zählen zum Beispiel eine umfangreiche Kommunikation mit Verbrauchenden über die Besonderheiten der Produkte. Auch die Verfügbarkeit von Saatgut und Pflanzgut in guter Qualität und Menge sowie regionale Verarbeitungsmöglichkeiten und -kompetenzen für kleinere Mengen spielen eine entscheidende Rolle. Wie dies konkret umgesetzt werden kann, stellen die Autoren übersichtlich in der Broschüre dar. Die reich bebilderten, regionalen Erfolgsgeschichten im ersten Teil der Publikation geben zudem Impulse zum Nachahmen für alle Interessierten entlang der Wertschöpfungskette.

Die Broschüre «Wertschöpfung mit alten Sorten und Rassen – Erfolgsgeschichten und Erfolgsfaktoren» kann unter www.ble-medienservice.de oder im Informationssystem GENRES unter www.genres.de kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zu einheimischen Rassen und zur Sortenvielfalt finden sich ebenfalls unter www.genres.de.