Mittwoch, 20. Oktober 2021

Mehlreport: Mäßige Mengen durch enttäuschende Erträge

Bonn. (gmf) Nach den in den letzten Jahren ertragsbegrenzend fehlenden Niederschlägen ließen sich die Vegetationsbedingungen fürs Getreide in diesem Jahr zunächst recht erfolgversprechend an. Nach langem Winter und wechselhaft-kühlem Frühjahrswetter mit ergiebigen Niederschlägen waren Wachstum und Entwicklung zwar leicht verzögert, aber gut. Dann brachte der – nicht nur gefühlt – verregnete Sommer in weiten Teilen Deutschlands extrem wechselhafte Witterungsbedingungen: Regional unterschiedlich folgenreich beeinträchtigten stürmische Wetterlagen mit Hagel oder Starkregen die Kulturen. Nur in den Früherntegebieten konnte das Getreide noch problemlos eingebracht werden, in den anderen Regionen musste die Ernte häufig unterbrochen werden, Regen und Nässe schmälerten die Erträge und machten vielerorts zusätzlichen Trocknungsaufwand nötig. So unterschiedlich wie die Witterungsverhältnisse so heterogen sind die Ernteergebnisse.

Auch in diesem Jahr hat Dipl.-Troph. Dr. Heiko Zentgraf aus Bonn in einer GMF-Fachinformation einen Blick auf die zurückliegende Vegetationsperiode geworfen und eine quantitative Übersicht zur Brotgetreide-Ernte 2021 zusammengestellt. Herausgeber des Mehlreports Nr. 31 ist der Verband Deutscher Mühlen in Berlin. Erkenntnisse vom Erntegespräch 2021 in Detmold ergänzen die Ausführungen. Doch nicht nur die Ernte 2021 setzt die Müllerei zunehmend unter Druck. Peter Haarbeck, Geschäftsführer des Verbands der Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft VGMS, erklärt die Zusammenhänge (Foto: pixabay.com).