Mittwoch, 20. Oktober 2021

McDonalds Schweden trennt sich von seiner Wiege

Stockholm / SE. (eb) Eine der besten Adressen in der schwedischen Hauptstadt ist die Kungsgatan – unweit von Stadshus, Riksdagshuset und Kungliga Slottet. Genau hier steht die Wiege von McDonalds Schweden – oder besser: stand. Angesichts des derzeitigen Mietniveaus und des künftigen Potenzials (auch des künftig zu erwartenden Klientels …) geht die schwedische Systemzentrale davon aus, dass sich eine umfassende Sanierung in der Gegend um den Stureplan nicht rechnet. Folgerichtig hat das Restaurant, eröffnet am 27. Oktober 1973, am 22. August 2021 seine Pforten geschlossen. Ein bisschen Wehmut schwingt mit, wenn die schwedische Zentrale vorrechnet, dass seine Franchisenehmer in den letzten fünf Jahren rund 1,5 Milliarden SEK (146 Millionen EUR) in bestehende Restaurants investiert haben, um den Gästen ein moderneres «McDonald’s-Erlebnis» zu bieten – mit Hamburger-Frikadellen, die auf Bestellung zubereitet werden, mit der Möglichkeit, an digitalen Kiosken zu bestellen, sowie mit Tischbedienung. In den kommenden Jahren wird weiter investiert, um in allen schwedischen Restaurants ein neues und zeitgemäßeres «McDonald’s-Erlebnis» zu bieten.

«Wir müssen sicher sein, dass wir in die richtigen Restaurants investieren, zum Beispiel mit Blick auf das Mietniveau und das Zukunftspotenzial. Natürlich ist es traurig, dass wir das erste McDonalds-Restaurant Schwedens schließen, doch gleichzeitig ist es ein wichtiger Schritt, um eine gute Rentabilität zu erhalten und so unsere ehrgeizigen Expansionspläne verwirklichen zu können. Trotz der Pandemie haben wir in diesem Jahr schon drei Restaurants eröffnet und werden in den nächsten fünf Jahren weitere 40 brandneue Restaurants eröffnen und die bestehenden modernisieren», sagt Joachim Knudsen, CEO von McDonald’s Schweden.

Während an der Kungsgatan 4 für immer die Lichter ausgegangen sind, wird die schwedische Zentrale umso sorgfältiger in die Filialen an der Kungsgatan 50 und der Regeringsgatan investieren. Beide Restaurants wurden mit neuen Bestell- und Zubereitungssystemen ausgestattet, die die Lebensmittelverschwendung reduzieren helfen sollen. Die Filialen sollen zudem die Möglichkeit bieten, Menüs direkt über die App zu bestellen. Die Entwicklung digitaler Dienstleistungen, wie die Lieferung nach Hause über McDelivery oder die Bestellung über die McDonald’s-App, hat die Verfügbarkeit der Erzeugnisse für die Gäste erhöht. Noch in diesem August werden zudem mit Barkarby, Falkenberg, Partille, Tyresö, Upplands Väsby und Örnsköldsvik weitere Städte auf die schwedische McDelivery-Karte gesetzt (Foto: McDonalds Schweden 1973).