Mittwoch, 24. Juli 2024

LLI: Steigerte Umsatzerlöse um 37 Prozent in 2021-2022

Wien / AT. (lli) Vor dem Hintergrund einer nachhaltigen Neuaufstellung der vergangenen Jahre, einer Ergebnissteigerung im letzten Vorkrisen-Geschäftsjahr sowie einer stabilen Entwicklung während der Pandemie steuert die Leipnik-Lundenburger Invest Beteiligungs AG (LLI) resilient durch die aktuelle von Kriegsauswirkungen und Inflation geprägte Wirtschaftslage. Das zeigt der Bericht zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2021/2022: bei einer signifikanten Steigerung der Umsatzerlöse auf EUR 1.505,53 Millionen (plus 37,7 Prozent) ermöglichten kluges Management in den Segmenten sowie die breite Aufstellung des Gesamtkonzerns ein, wenn auch deutlich unter dem Vorjahr liegendes, doch robustes Ergebnis vor Steuern von EUR 11,42 Millionen was ein ein Ergebnisrückgang um 63,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Dabei trugen die Segmente «Mühlen» und «Vending» gemeinsam mit EUR 26,07 Millionen zum Ergebnis bei, was in der Endabrechnung allerdings durch eine kriegsbedingt negative Entwicklung im Segment «Sonstige» (minus EUR 14,65 Millionen) deutlich reduziert wurde.

Der Vorstandsvorsitzende Josef Pröll bewertet das Konzernergebnis kriegs- und krisenbedingt als durchwachsen, aber robust: «Es sind absolut herausfordernde Zeiten für unsere Unternehmenstöchter, doch versetzt uns die langjährige und nachhaltige Unternehmensentwicklung in die Lage, auch in dieser schwierigen Zeit nach wie vor positive Ergebnisse liefern zu können. Wir sind daher überzeugt, dass wir in den kommenden Jahren sich wieder bietende Wachstumschancen werden optimal nutzen können.»

Mehl und Mühle: massive Preissteigerungen bei Getreide

Im Segment «Mühlen» erzielte die GoodMills Group 2021/2022 in Folge massiver Preissteigerungen auf den Getreidemärkten Umsatzerlöse in der Höhe von EUR 1.247,29 Millionen (plus 42,7 Prozent) und lieferte gleichzeitig ein operatives Ergebnis von EUR 15,15 Millionen (minus 4,8 Prozent), bzw. nach Einmal- und Sondereffekten von EUR 10,19 Millionen Es zeigt das abgelaufene Wirtschaftsjahr also eine durchwachsene Entwicklung: Der außergewöhnlich steile Anstieg der Weizenpreise ab Mitte 2021 bereits im Vorfeld des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine machte die Weitergabe der Weizenpreise zu einer Herausforderung, die von härteren Preisverhandlungen und zunehmendem Konkurrenzdruck geprägt war. Hiervor war insbesondere der deutsche Markt betroffen. Hinzu kamen die Inflation, ein Währungsverfall in Osteuropa, Zinsanstieg und Preisanstiege für Verpackung, Transport und Energie belasteten die Kostenseite zusätzlich. Ab März 2022 brachten kriegsbedingte Vorratskäufe jedoch wieder Volumens- und Margenzuwächse.

Vending: Das Automatengeschäft trotzt der Krise deutlich

Im Segment «Vending» erzielte «café+co» bei einer Umsatzplus von 17,9 Prozent auf EUR 258,26 Millionen eine respektable Steigerung des operativen Ergebnisses auf EUR 15,88 Millionen (plus 50,7 Prozent). Dem liegt ein Plus des Portionsabsatzes bei Heißgetränkeautomaten und Office Coffee Service von 5 Prozent sowie eine Steigerung im Segment Nicht-Heißgetränkeautomaten von 23 Prozent zugrunde.

Sonstige: massive Auswirkungen des Ukraine-Kriegs mindert Beitrag

Im Segment «Sonstige» musste die LLI im letzten Wirtschaftsjahr vor dem Hintergrund der von Agrana und Südzucker – vor allem auf Grund des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine – vorgenommenen, notwendigen Abwertungen ebenfalls eine deutliche Abschreibungen einbuchen. Trotz eines stark positiven Beitrages der BayWa reduzierte sich daher der Ergebnisbeitrag des Segments «Sonstige» massiv und belief sich auf minus EUR 14,65 Millionen im Wirtschaftsjahr 2021/2022 (Foto: pixabay.com).