Home > Markt + Unternehmen > Lila Bäcker: Die Verhandlungen dauern weiter an

Lila Bäcker: Die Verhandlungen dauern weiter an

20190329-FRISCHBROT

Pasewalk. (uhb) Die Unternehmensgruppe Unser Heimatbäcker (UHB) geht davon aus, die fortlaufenden Verhandlungen mit zwei Investoren – eine Investorengruppe aus dem Bäckereigewerbe auf der einen Seite sowie eine Bankengruppe auf der anderen Seite – im Mai 2019 erfolgreich abschließen zu können. Eine Entscheidung wird aufgrund der andauernden Verhandlungen indes voraussichtlich noch nicht auf der Gläubigerversammlung fallen, die am Montag, den 13. Mai, stattfindet. «Ich gehe derzeit davon aus, dass wir den eingeleiteten Sanierungsprozess für das Unternehmen im Interesse sämtlicher Beteiligter erfolgreich abschließen und den Gläubigern hierzu kurzfristig entscheidungsreife Optionen zur Abstimmung vorlegen können», sagt Sachwalter Rolf Rattunde. «Unser Ziel ist es, das Unternehmen zu erhalten», ergänzt Geschäftsführer Stefan Blaschak. «Wir sind weiter zuversichtlich, dass uns dies gelingen wird.»

Der Geschäftsbetrieb von Unser Heimatbäcker läuft nach wie vor weiter, weil die Banken eine Verlustfinanzierung übernommen haben. Unausweichlich waren allerdings Maßnahmen zur Restrukturierung, um eine langfristige Zukunftsperspektive für das Unternehmen sicherzustellen. Vor diesem Hintergrund sah sich das Unternehmen gezwungen, die Mietverträge für 76 Filialen zu kündigen. Unser Heimatbäcker ist bemüht, diese Filialen bis zum Ablauf der Mietverträge weiter zu betreiben. Aufgrund der angespannten Personalsituation kann es allerdings auch zu frühzeitigen Schließungen kommen. «Diese sehr einschneidenden Maßnahmen waren für den Erhalt des Unternehmens leider unumgänglich», sagt Sanierungsgeschäftsführer Dr. Jan Markus Plathner. «Aufgrund der angespannten Situation in der Bäckereibranche findet die komplette Sanierung in einem herausfordernden Marktumfeld statt.»

Der «Lila Bäcker» hat vollstes Verständnis dafür, dass Kunden, Lieferanten und natürlich auch die Belegschaft eine schnelle Entscheidung erwarten. «Wir bedanken uns bei all unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Feedback», sagt Blaschak. «Wir haben die Kritik aufgenommen, aber freuen uns natürlich, dass wir so viel Unterstützung im bisherigen Prozess erfahren haben. Wir wissen, dass diese Situation nicht einfach ist und werden weiterhin alles dafür tun, eine langfristige Perspektive für die Belegschaft zu sichern» (Foto: pixabay.com).


Frühere Berichte in diesem Zusammenhang