Dienstag, 29. November 2022

Lantmännen: über den Paradigmenwechsel in der Pflanzenzucht

Stockholm / SE. (eb) Mit der neu installierten Technologie in der Pflanzenzüchtungsabteilung von Lantmännen in Svalöv werden künftige Nutzpflanzen viel schneller als bisher entwickelt. Durch den Einsatz neuer Anbaukammern, verbesserter Rechenleistung und eines modernen Labors werden die Eigenschaften der Pflanzen mit hoher Präzision kartiert. Ziel ist es, neue Sorten mit höheren Erträgen, besserer Qualität und größerer Widerstandsfähigkeit gegen Klimawandel, Krankheiten und Schädlinge zu entwickeln.

Die neue Anlage in Svalöv, im Süden Schwedens, ist mit mehreren modernen Anbaukammern ausgestattet, in denen Licht, Temperatur und andere Umweltfaktoren genau reguliert werden können, was die Voraussetzungen für die so genannte «Speed breeding» schafft. In jeder Kammer können 20 000 Setzlinge für bis zu sechs Generationen pro Jahr gezüchtet werden, verglichen mit einer Generation pro Jahr auf dem Feld. Roboter entnehmen Blattproben und extrahieren DNA, die dann automatisch ausgelesen wird. Die im Genom enthaltenen Informationen werden mit Hilfe fortschrittlicher Algorithmen analysiert und geben Aufschluss über die besonderen Eigenschaften der einzelnen Pflanzen.

Man schätzt, dass die Pflanzenzüchtung seit Mitte des 20. Jahrhunderts bis heute für etwa ein Prozent der jährlichen Produktivitätssteigerung in der schwedischen Landwirtschaft verantwortlich ist. Mit Hilfe neuer technischer Hilfsmittel und Hightech-Laborforschung werden die Prozesse viel schneller und präziser durchgeführt, was das Potenzial der Pflanzenzüchtung für die Zukunft stärkt.

«Unsere neue Anlage ist eine der besten der Welt, und wir können jetzt völlig bahnbrechende Technologien einsetzen. Durch die Kombination von Geschwindigkeit und Präzision können wir schnell die Pflanzen finden, die das Potenzial haben, die neuen Sorten der Zukunft zu werden. Dies eröffnet der Pflanzenzüchtung völlig neue Möglichkeiten und ermöglicht es uns, auf die Anforderungen einer sich verändernden Umwelt zu reagieren, sei es in Bezug auf den Klimawandel oder die Wünsche der Verbraucher», sagt Annette Olesen, Direktorin für Pflanzenzüchtung bei Lantmännen.

Darüber hinaus sind die Vorteile für die Umwelt beträchtlich. Nach Schätzungen von Lantmännen könnte die Pflanzenzüchtung einer der größten Einzelfaktoren sein, um die Ziele des Pariser Abkommens zur Verringerung der Klimaauswirkungen des Agrarsektors zu erreichen.

«Mit verbesserten Sorten, die unter anderem eine bessere Nährstoffaufnahme und eine höhere Produktivität aufweisen, können wir die Klimaauswirkungen der Landwirtschaft weiter reduzieren. Diese neue Investition in Svalöv gibt uns ein starkes neues Instrument an die Hand, um die Ziele für die Landwirtschaft der Zukunft zu erreichen. Sie wird von entscheidender Bedeutung sein, um die Forderung nach einer Halbierung der Emissionen alle zehn Jahre zu erfüllen und die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen, und sie ist ein wichtiger Beitrag zur Bewältigung des sich verändernden Klimas, das wir bereits beobachten», sagt Claes Johansson, Direktor für nachhaltige Entwicklung bei Lantmännen.

Jetzt hat Lantmännen die neue Pflanzenzuchtanlage eingeweiht, die Teil des Framtidsgården Svalöv ist und in der neue Technologien und Anbaumethoden getestet werden sollen. In Svalöv will Lantmännen nachhaltigere und rentablere Verfahren für die Landwirtschaft der Zukunft entwickeln.

Lantmännens Farmen der Zukunft

Auf Lantmännens Farmen der Zukunft setzen wir die Theorie in die Praxis um, wenden neues Wissen an und sammeln Erfahrungen. Hier wollen wir unseren Kunden und Partnern zeigen, wie die Landwirtschaft der Zukunft aussieht, mit dem Ziel, sie zu inspirieren und die Möglichkeiten der Zukunft aufzuzeigen. Diese Betriebe befinden sich in Bjertorp, Viken und Svalöv. Zusammen stellen sie ein Modell dar, das zeigt, wie Produktivität, Ressourceneffizienz und Umweltaspekte verbessert werden können, damit wir die nachhaltige und rentable Landwirtschaft der Zukunft erreichen.

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