Donnerstag, 22. Oktober 2020

Landpartie: Mecklenburg-Vorpommern kauft zunehmend »bio« und »regional«

Schwerin. (mlu) 53 ökologisch zertifizierte Betriebe zeigen auch in diesem Jahr die Praxis der ökologischen Erzeugung, handwerklichen Verarbeitung und der regionalen Vermarktung im Rahmen der vom B.U.N.D. MV organisierten Bio-Landpartie. Agrar- und Umweltminister Dr. Till Backhaus (MLU) hat gerne die Schirmherrschaft für die Veranstaltung übernommen.

«Bio boomt. Und das zu recht. Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher greifen zu Bio-Lebensmitteln. Dies zeigt die Entwicklung in den letzten Jahren deutlich. Im Jahr 2019 sind in Deutschland durch den Verkauf von Bio-Lebensmitteln knapp 12 Milliarden Euro umgesetzt worden. Auch in Mecklenburg-Vorpommern wird Bio und damit die Nachfrage immer populärer. In unserem Land steht der Ökolandbau ebenfalls ganz oben auf der Agenda», sagt Minister Backhaus.

Der Umfang der ökologisch bewirtschafteten Fläche ist im Jahr 2019 von 169.033 Hektar bis zum 31. Juli 2020 auf 174.732 Hektar erneut gewachsen. Dies sind rund 13 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzflächen in Mecklenburg-Vorpommern. Die Fläche wird von 1.041 biozertifizierten Landwirtschaftsbetrieben bewirtschaftet, 50 Betrieben mehr als in 2019. Das heißt, dass jeder 5. Betrieb in Mecklenburg-Vorpommern ökologisch wirtschaftet. Zusätzlich sind 222 biozertifizierte Verarbeitungsbetriebe zum Beispiel als Mühlen, Bäcker, Schlachtbetriebe, Metzger, Molkereien und Mostereien und Bio-Gastronomen in Mecklenburg-Vorpommern tätig.

Der Minister ruft anlässlich der 13. Bio-Landpartie erneut zur Teilnahme am Landeswettbewerb «Bestes BIO aus M-V» in der Kategorie «Bestes Betriebskonzept» auf:

«Seit dem 07. September können sich innovative und engagiert ökologisch wirtschaftende Betriebe bewerben», sagt der Minister. «Gesucht werden Unternehmen, die zur Weiterentwicklung des Ökolandbaus in Mecklenburg-Vorpommern beitragen, zum Beispiel durch praxisbewährte, regional angepasste Anbau- und Vermarktungskonzepte und/oder durch einen hohen Grad an sozialer Einsatzbereitschaft im Rahmen des Ökolandbaus. Das Konzept des Betriebes sollte geeignet sein, als Leitbild für andere Unternehmen zu gelten.»

Für den Erstplatzierten des Wettbewerbs steht ein Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro zur Verfügung. Die Plätze zwei und drei erhalten jeweils 1.000 Euro respektive 600 Euro. Entsprechende Unterlagen können Interessenten auf der Internetseite des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern abrufen.