Sonntag, 19. September 2021

Kraft Heinz: akzeptiert Zivilstrafe von 63 Millionen Dollar

Chicago / US. (khc) Die Kraft Heinz Company hat am 03. September einen Vergleich mit der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) geschlossen, mit dem die zuvor bekannt gewordene SEC-Untersuchung im Zusammenhang mit Aktivitäten im Beschaffungsbereich des Unternehmens vor 2019 vollständig abgeschlossen und gelöst wurde. Wie in der SEC-Verfügung dargelegt, umfassten diese Aktivitäten das Fehlverhalten bestimmter Mitarbeiter im Beschaffungsbereich, die Lieferantenvereinbarungen manipulierten, um an Boni gebundene Gruppen- und individuelle Leistungsziele zu erreichen. Die Auswirkungen der 59 Transaktionen, um die es in der Verfügung geht, hatten in keinem der Berichtszeiträume einen Einfluss von mehr als einem Prozent auf das bereinigte Ebitda des Unternehmens. Im Rahmen des Vergleichs hat sich der Konzern bereit erklärt, eine zivilrechtliche Strafe in Höhe von 62 Millionen US-Dollar zu zahlen, ohne die Feststellungen in der SEC-Verfügung zuzugeben oder zu bestreiten. Das Unternehmen hat im zweiten Quartal 2021 eine Rückstellung für den vollen Betrag dieser Strafe gebildet, die in den 10-Q-Finanzergebnissen des Konzerns ausgewiesen wurde. Das Unternehmen hat sich zudem verpflichtet, in Zukunft keine Verstöße gegen bestimmte Bestimmungen der US-amerikanischen Bundeswertpapiergesetze und -vorschriften mehr zu begehen.

Der Konzern hat während der gesamten Untersuchung der SEC uneingeschränkt mit dieser zusammengearbeitet und umgehend umfangreiche Abhilfemaßnahmen und proaktive Schritte zur Verbesserung der internen Richtlinien, Verfahren und internen Kontrollen der Finanzberichterstattung ergriffen. Die internen Kontrollschwächen, die das Unternehmen im Jahr 2019 identifiziert und offengelegt hat, wurden im Jahr 2020 vollständig behoben. Kraft Heinz ist heute aufgrund der Maßnahmen, die der Konzern ergriffen und in seiner Unternehmenskultur verankert hat, nach eigenen Angaben deutlich stärker.