Freitag, 1. März 2024

Kompetenz? Vorhanden! Engagement? Im Überfluss! Neues anpacken? Jederzeit! Eine Aufgabe zu Ende bringen? Niemals!

Kronau. (goe) Es gibt diese Mitarbeiter und Führungskräfte, die vieles beginnen und meist nichts zu Ende bringen. Bei jeder neuen Aufgabe sind sie mit hohem Einsatz und Engagement dabei, kämpfen, machen, tun und opfern natürlich zusätzlich ihre Freizeit.

Dennoch: Bei gefühlten 90 Prozent biegen sie einfach ab, stoppen oder springen auf das nächste neue Projekt. Das vorherige Projekt, die übertragene Aufgabe, wird nicht mehr abgeschlossen. Und trotzdem sind diese Mitarbeiter oder Führungskräfte davon überzeugt, das Richtige zu tun. Und wenn Menschen davon überzeugt sind, das Richtige zu tun, dulden diese keine Kritik beziehungsweise jedwede Kritik an der Aufgabe, am Ergebnis, am Verlauf oder woran auch immer, wird als ganz persönlicher Angriff interpretiert. Die Reaktionen reichen vom kindlichen beleidigt sein bis hin zu Trotzreaktionen und Wut.

Dieser falsche Umgang mit qualifizierter und sachlicher Kritik ist anstrengend und ermüdend für die zuständige Führungskraft, denn meist findet man keinen Zugang mehr zum Verursacher des Problems. Aus Sicht des betroffenen Mitarbeiters ist seine Reaktion mehr als logisch und berechtigt, denn er hat ja alles richtig gemacht. Die Arbeitsweise dieser Mitarbeiter ist daher nicht verantwortungssicher, was nichts anderes bedeutet, als dass übertragene Aufgaben nicht gewissenhaft bis zu Ende erledigt werden und jede Verantwortung für das Misslingen abgelehnt wird.

Glücklicherweise gibt es wunderbare Wege aus solchen verfahrenen Situationen, die es Ihnen ermöglichen, Sturheit und kindliches Trotzverhalten zu durchbrechen, um wieder sachlich und lösungsorientiert zusammen zu arbeiten. Zum Beispiel können Sie die Verantwortung für Aufgaben und Projekte immer an ein kleines Team gemeinschaftlich übertragen oder die Anzahl der übertragenen Aufgaben soweit reduzieren, so dass ein «Aufgaben-Hopping» nicht mehr möglich ist oder aber Sie verteilen wichtige Projekte auf wechselnde Führungskräfte. Seien Sie kreativ in der Verteilung Ihrer Projekte, beobachten Sie Ihr Team genau und modifizieren Sie frühzeitig Ausführung, Umsetzung und möglicherweise die beteiligten Personen durch eine veränderte Aufteilung der Tätigkeiten und Verantwortlichkeiten.

Ihre Geduld und Ihr konsequentes Handeln ist dabei ebenso gefordert wie das entsprechende Fingerspitzengefühl. Doch es lohnt sich für Sie und Ihr Unternehmen, drücken Ihnen Christine Klepsch (Geschäftsführerin) und Bernd Ratzel (Inhaber) von Goecom die Daumen.

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