11. August 2020
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ISM 2021: 76 Prozent der Fläche bereits ausgebucht

Köln. (ism) Die Signale der Süßwaren- und Snackbranche stehen auf Re-Start: Nach dem erfolgreichen Jubiläumsjahr 2020 mit 1.774 Ausstellern aus 76 Ländern und rund 37.000 Besuchern aus 146 Ländern will die ISM 2021, die vom 31. Januar bis 03. Februar stattfindet, auch in schwierigen Zeiten an diese Erfolge anknüpfen. Erste positive Ergebnisse konnten mit Ablauf der Frühbucheraktion Ende Mai bereits erzielt werden. Schon jetzt haben sich 501 Unternehmen (Vorjahr 566) aus 55 Ländern registriert. Bei der angemeldeten Fläche verbucht die weltweit größte Fachmesse für Süßwaren und Snacks zwar leichte Einbußen. Dennoch ist die ISM mit 76 Prozent (Vorjahr 86 Prozent) belegter Fläche unter den schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen aufgrund der Corona-Pandemie auf einem sehr guten Kurs.

Der Anmeldestand aus Deutschland ist im Vergleich zum Vorjahr mit 120 Anmeldungen (Vorjahr 130) und einer verbuchten Fläche von 9.149 Quadratmetern (Vorjahr 9.187 Quadratmeter) nahezu unverändert. Insgesamt haben sich bislang Unternehmen aus 55 Ländern (Vorjahr: 60) zur ISM 2021 angemeldet. Neben Deutschland gehören Italien, Belgien, Spanien, Großbritannien, Polen, Frankreich, Niederlande, Türkei, Volksrepublik China sowie Griechenland zu den Top 10 Ländern, die flächenmäßig am stärksten auf der ISM vertreten sind. Auch bei den Gemeinschaftsständen sind neben zahlreichen europäischen Ländern eine Vielzahl außereuropäische Länder wie Brasilien, Hongkong und Taiwan vertreten. Neuzugänge kommen hier aus Lettland, Portugal und Thailand.

Besonders bei den Gemeinschaftsständen, die vom Covid-19 stärker betroffen sind, kommt es zu Flächenreduktionen, allerdings mit der Option auf spätere Vergrößerung. Frankreich und die Türkei hingegen verzeichnen einen Flächenzuwachs von 3,3 Prozent respektive von 14 Prozent.

Auch zahlreiche Marktführer haben sich bereits wieder zur ISM 2021 angemeldet. Dazu gehören unter anderem: Baronie (Belgien), Canel’s (Mexiko), Chocolates Valor (Spanien), Cloetta (Niederlande), Colombina (Kolumbien), Fini Golosinas (Spanien), ICAM (Italien), ION Cocoa and Chocolate Manufacturers (Greece), Kambly (Schweiz), Katjes (Deutschland), Kras Food Industry (Kroatien), Krüger (Deutschland), Lambertz (Deutschland), Loacker (Italien), Millano (Polen), Natra Midco (Spanien), Nestlé Italiana (Italien), Ragolds (Deutschland), Riclan (Brasilien), Ricola (Schweiz), Riegelein (Deutschland), Ritter (Deutschland), Roshen (Ukraine), Rübezahl (Deutschland), Sölen Cikolata (Türkei), Toms Confectionery (Dänemark), Trolli (Deutschland), Vidal Golosinas (Spanien), Wawel (Polen) und WAWI-Euro (Deutschland).

Besonders optimistisch stimmt den Messeveranstalter, dass bereits jetzt 23 Neuzugänge aus 18 Ländern verzeichnet werden konnten. Aus Deutschland haben sich Eurobrands Lebensmittel, Famobra, Goldbek Sweets und Husar Mandelmanufaktur angemeldet.

«In den Gesprächen mit den Ausstellern spüren wir neben den zahlreichen Unsicherheiten auch Aufbruchstimmung. Wer hätte in diesen Zeiten beispielsweise die Anmeldung neuer Aussteller aus Australien oder Iran erwartet. Das lässt uns zuversichtlich in Richtung ISM 2021 blicken. Uns ist es wichtig, dass wir gemeinsam mit unseren, aber vor allem für unsere Kunden, einen Marktplatz bieten, der die Branche dabei unterstützt die Geschäfte national wie international wieder anzukurbeln. Hinzu kommen das persönliche Zusammenkommen und der fachliche Austausch, die durch nichts zu ersetzen sind. Dieser wird im kommenden Jahr sicherlich unter außergewöhnlichen Rahmenbedingungen stattfinden, da die Sicherheit und Gesundheit unserer Aussteller und Besucher von zentraler Bedeutung sind,» erklärt Sabine Schommer, Director ISM.

Auch Dr. Carsten Bernoth, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI) betont die Bedeutung der ISM als Businessplattform: «Die 50. ISM 2020 war die letzte internationale Süßwarenmesse vor dem Ausbruch der Covid-19 Pandemie. Unter den Folgen der Pandemie leidet global die mittelständische Süßwarenindustrie. Wir hoffen daher, dass die ISM 2021 das Tor für wieder bessere Zeiten und eine Stärkung des internationalen Süßwarenhandels weit aufreißt. Wem könnte das besser gelingen als der international bedeutendsten Süßwarenausstellung?»

Neuerungen zur ISM 2021

Als konzeptionelle Neuerung wird es auf der ISM 2021 unter dem Titel «Finest Creations – hand- crafted» erstmals einen Fachhandelsbereich mit Ausrichtung auf das kleinvolumige Geschäft mit Sweets und Snacks geben. Dieser Ausstellungsbereich versammelt handwerkliche Betriebe, deren Besucherzielgruppe Konditoreien, Confiserien und Süßwarenfachgeschäfte sind. Als Aussteller sind nur Kleinstbetriebe zunächst vorwiegend aus Deutschland zugelassen. Der neue Ausstellungsbereich wird in der Halle 3.1 angesiedelt.

Digitale Zusatzangebote

Um die Aussteller zusätzlich in der Präsentation ihrer Produkte und Neuheiten zu unterstützen, bietet die ISM ein digitales Zusatzangebot, das die Kommunikation mit Besuchern unterstützt. Dazu gehören beispielsweise die digitale Neuheitendatenbank oder das Online-Pressefach, mit deren Hilfe die Aussteller die Möglichkeit haben, ihre neuesten Produkte Besuchern wie Medien gleichermaßen zu präsentieren. Zur Vernetzung mit potenziellen Businesspartnern bietet die ISM darüber hinaus das Online-Branchentool Matchmaking365, mit diesem Aussteller ganzjährig mit Geschäftspartnern in Kontakt treten können oder neue Geschäftsanfragen getätigt werden können. Darüber hinaus ermöglicht das Tool die Vereinbarung konkreter Termine zur Messe sowie die Präsentation von Produkten. Ergänzend zur physischen Veranstaltung sind auf der ISM 2021 erstmals weitere digitale Services geplant. Diese ermöglichen unter anderem die Kontaktanbahnung und den Informationsaustausch online und schaffen zusätzliche Mehrwerte sowohl für Aussteller als auch Fachbesucher. Über die Social-Media-Kanäle der Messe können zusätzlich auf facebook und LinkedIn weitere Informationen an die Fachbesucher kommuniziert werden.

ProSweets Cologne

Gute Entwicklungen zeigen sich auf der parallel stattfindenden ProSweets Cologne. Mehr als 100 Aussteller aus allen regelmäßig vertretenen Ländern, etwa aus Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Österreich oder Italien, aber auch aus Hongkong, den USA und Ghana haben sich trotz der schwierigen Zeiten rund um die Conona-Pandemie angemeldet – teilweise sogar mit Standvergrößerungen. Zudem registrierte die Messe Neuaussteller aus Deutschland, Frankreich und der Türkei. Beide Veranstaltungen zusammen bilden weltweit eine einzigartige Konstellation, da die gesamte Wertschöpfungskette im Bereich Süßwaren und Snacks abgebildet wird (Foto: pixabay.com).