Dienstag, 27. Februar 2024
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Internorga 2016: meldet leichten Besucherrückgang

Hamburg. (hmc / eb) Seit 90 Jahren steht die Internorga für Innovationskraft, fachlichen Austausch, exzellente Geschäftsmöglichkeiten und die Abbildung richtungsweisender Trends. Nach sechs Messetagen ist die internationale Leitmesse für den gesamten Außer-Haus-Markt in dieser Woche zu Ende gegangen. Zur Jubiläumsausgabe bewies die Fachmesse einmal mehr tiefe Branchenkenntnis und das richtige Gespür für aktuelle Themen und Entwicklungen von morgen. Mit außergewöhnlichen neuen Formaten wie dem Next Chef Award und dem Gastro Startup-Wettbewerb zeigte die Veranstaltung Pioniergeist und setzte motivierende Impulse für die Nachwuchsförderung der Branche. Ob neue Formate oder bewährte Klassiker, prominente Gastro-Stars oder hochkarätige Kongresse – die 90. Ausgabe begeisterte auf dem komplett ausgebuchten Messegelände internationale Branchen-Kenner und Top-Entscheidungsträger.

«Wir sind mit dem Verlauf der Internorga mehr als zufrieden. Die Messe hat mit großer Vielfalt und hoher Qualität Aussteller und Fachbesucher voll überzeugt. Die Internorga greift als First Mover die wichtigen Branchenthemen auf und setzt mit innovativen Formaten und Events immer wieder neue Impulse. Das honorieren unsere Aussteller und Besucher», sagt Bernd Aufderheide, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hamburg Messe und Congress GmbH.

In Hamburg präsentierten 1.300 Aussteller aus 25 Nationen Produktneuheiten, Trends und Komplettlösungen für den gesamten Außer-Haus-Markt. Insgesamt kamen 95.000 Fachbesucher aus dem In- und Ausland zur Fachmesse (2015: 98.000). Die positive Stimmung wurde durch die Befragung eines unabhängigen Marktforschungsinstituts bestätigt: Rund 90 Prozent der Fachbesucher beurteilen die Veranstaltung in diesem Jahr mit sehr gut oder gut. Ebenfalls 90 Prozent werden die Leitmesse weiterempfehlen. Der Anteil der Entscheidungsträger unter den Besuchern lag bei rund 85 Prozent. Auch die Internationalität der Besucher bleibt mit sieben Prozent auf konstant hohem Niveau. Deshalb ist die Internorga vom Verband der Deutschen Messewirtschaft (AUMA) als einzige internationale Fachmesse für Gastronomie und Hotellerie in Deutschland klassifiziert. Den vollständigen vorläufigen Schlussbericht der Messegesellschaft gibt es auf dem Internorga-Server zum Nachlesen.

Abseits der üblichen Superlative

Abseits der üblichen Superlative zählte die Fachmesse in Teilbereichen weniger Fachbesucher als erwartet. Der WebBaecker nimmt meist den Eingang Süd an der Bäckerhalle B6. Hier war der erste Eindruck, dass an den Garderoben noch Platz vorhanden war. Die übliche «Not-Garderobe» im Obergeschoss gab es am Messe-Freitag nicht. Am Messe-Samstag war sie zwar vorhanden, doch längst nicht so überlaufen wie in manchem Vorjahr.

Natürlich muss man seine Beobachtungen hinterfragen. Hinzu kommt, dass wir aus Bäckersicht erst vor sechs Monaten eine iba 2015 in München hatten. Es wäre vermessen, ein halbes Jahr später herausragende Innovationen und einen ebensolchen Ansturm an Fachbesuchern zu erwarten. Doch wohin der Blick auch fiel, schienen die Massen gebändigt – oder so gut verteilt, dass nicht weiter auffiel, wieviel Besucher die Internorga 2016 zählte.

Die Stimmung während der Internorga 2016 war auch oder gerade in den Bäckerhallen angenehm und gut. Sie ließ Raum für die Kontaktpflege sowie ausführliche Beratungen und Fachgespräche. Interessenten und Kunden kamen gezielt und gut vorbereitet. Die Qualität der Gespräche ist entsprechend gut und von Jahr zu Jahr finden mehr klassische Gastronomen und Hoteliers den Weg in die Hallen B6 und B6.1.

SHB: Kontaktpflege stand im Vordergrund

«Von der Qualität der Besucher hat die Internorga in diesem Jahr ganz sicher überzeugt, von der Menge weniger», sagt Sven Goerigk, Vorstandsvorsitzender der SHB Allgemeinen Versicherung, mit Blick auf die Bäckerhalle B6. Frei nach dem Motto «Klasse statt Masse» sei dies aber nicht abträglich. Im Gegenteil: Gute Versicherungen für das Lebensmittelhandwerk wollen gut erklärt werden. Zum Thema Unfallversicherung bietet die SHB ein mehrfach ausgezeichnetes Spitzenprodukt an. «Das muss sich aber noch herumsprechen», sagt Goerigk. In diesem Sinn stand in Hamburg die Kontaktpflege im Vordergrund und das Knüpfen neuer Kontakte. Nachgefragt wurde vor allem die Spezialversicherung für das Lebensmittelhandwerk SBS plus. Die Multi-Risk-Police genießt einen sehr guten Ruf und wird zum Beispiel vom Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks empfohlen.

Goecom: Interessenten kamen gezielt und gut vorbereitet

«Im Vorfeld der Internorga hatten wir mehr oder weniger auf ein Thema gesetzt und so wundert es nicht, dass viele Fachbesucher nach der neuen Marvin Edition 2016 für Windows 10 fragten, sagt Christine Klepsch, Geschäftsführerin von Goecom. «Auch wenn es in der Bäckerhalle etwas ruhiger zuging, waren doch viele Bäckerei-Unternehmer und Geschäftsführer vor Ort», sagt Klepsch. Die kamen gezielt und gut vorbereitet und entsprechend erfolgreich verlief der Austausch zwischen Kunden, Interessenten und den Experten für Bäckereisoftware. Über das Casio-Info-Terminal (MarvinPiT) informierte Goecom-Inhaber Bernd Ratzel auch in diesem Jahr wieder am Casio-Stand in Halle B2.

KMZ: ein erfolgreicher Auftritt mit guten Gesprächen

Im Mittelpunkt des Messeauftritts von KMZ Kassensystem stand neben bargeldlosem Zahlen die neu eingegangene Kooperation mit copago und das dadurch ins KMZ-Portfolio aufgenommene zusätzliche Angebot einer PC-Kassenlösung mit der copago-Software und Hewlett-Packard (HP) als Hardware-Partner. Die Fachbesucher interessierte zudem, wie sie sich auf die am 01. Januar 2017 mit einer weiteren Verschärfung zum Tragen kommenden GoBD (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff) vorbereiten sollen. KMZ stand bei allen Fragen als Kassenpartner und Experte Rede und Antwort und war bestens für die Anforderungen aus dem Markt gerüstet. «Für uns war die Internorga ein voller Erfolg», sagen die KMZ-Geschäftsführer Sascha Kaierle und Murat Zorlu aus Hechingen.

Die 90. Internorga war die letzte ihrer Art mit sechstägiger Laufzeit. Ab dem kommenden Jahr ist sie auf fünf Tage verkürzt, was besser in die heutige Zeit passt und die überwiegende Zahl der Aussteller begrüßt. 2017 findet die internationale Leitmesse für den gesamten Außer-Haus-Markt von Freitag, den 17. März, bis Dienstag, den 21. März in Hamburg statt; der Mittwoch entfällt (Fotos: 1x ©hmc für Intro / 1x ©kmz und 17x ©usp für Galerie).

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