Sonntag, 11. April 2021

Herbstaussaat für 2021: Anbau von Wintergetreide fast gleich

Wiesbaden. (destatis) Im Herbst 2020 haben die landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland für die kommende Ernte 2021 Wintergetreide auf 5,10 Millionen Hektar Ackerland ausgesät. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, blieb damit die Aussaatfläche für Wintergetreide zur Ernte 2021 gegenüber den Anbauflächen 2020 nahezu unverändert (+1 Prozent). Zum Wintergetreide zählen Winterweizen, Wintergerste, Roggen und Wintermenggetreide sowie die Weizen-Roggen-Kreuzung Triticale.

Die Aussaatfläche von Winterweizen, der bedeutendsten Getreideart in Deutschland, hat sich gegenüber der diesjährigen Anbaufläche nur leicht verändert. Mit einer Fläche von 2,83 Millionen Hektar stieg die Aussaatfläche um 74.000 Hektar (+3 Prozent).

Die größten Flächenveränderungen bei Winterweizen waren in den Ländern Schleswig-Holstein (+19.400 Hektar), Bayern (+17.600 Hektar) und Niedersachsen (+16 700 Hektar) zu beobachten. Geringfügige Flächenrückgänge gab es lediglich in den Ländern Mecklenburg-Vorpommern (-6.100 Hektar) und Thüringen (-3.700 Hektar). Auch beim Anbau von Roggen und Wintermenggetreide gab es keine großen Veränderungen. Die Aussaatfläche betrug 646.200 Hektar, das sind 12.700 Hektar (+2 Prozent) mehr als im Jahr 2020.

Auf 1,28 Millionen Hektar Ackerland wurde Wintergerste ausgesät. Damit lag die Aussaatfläche 2 Prozent (-32.000 Hektar) unter der Anbaufläche 2020. Bei der Aussaatfläche von Triticale war ebenfalls keine große Veränderung festzustellen. Für Triticale wurde eine Fläche von 341.400 Hektar genutzt. Winterraps wurde auf 978.400 Hektar ausgesät. Das sind 24.900 Hektar (+3 Prozent) mehr im Vergleich zur Anbaufläche im Erntejahr 2020.

Methodischer Hinweis: Die hochgerechneten Aussaatflächen beruhen auf Mitteilungen einer begrenzten Anzahl von Ernteberichterstattern in den Bundesländern von Ende November 2020. Daher sind diese Ergebnisse als Anbautendenzen zu bewerten, die sich bis zur Ernte 2021 noch durch Auswinterungsschäden, Schädlings- und Krankheitsbefall ändern können (Foto: pixabay.com).