Sonntag, 19. September 2021

Hefeindustrie: Steigende Kosten führen zu höheren Preisen

Schwarzenbach/Saale. (ldhw) Die Hefeindustrie im europäischen Raum sieht sich auch aufgrund der weltweiten Covid-19-Pandemie und der dadurch teilweise entstandenen Rohstoffverknappung mit erheblichen Preissteigerungen konfrontiert. Das berichtet Joachim Baum, Verkaufsleiter Deutschland und Prokurist der Lallemand-DHW GmbH.

Die Einkaufspreise für die wichtigsten Rohstoffe bei der Produktion von Frischbackhefe, die Melasse, sind im Jahr 2021 durch die starke Verknappung der Anbauflächen in den vergangenen Jahren nochmals deutlich gestiegen. Zusätzlich zur Verknappung der Anbaufläche wird auch von den Tierfutterherstellern verstärkt Rübenmelasse statt Rohrmelasse zur Herstellung von Tierfutter eingesetzt, welches zusätzlich die Einkaufspreise für die von der Hefeindustrie benötigten Mengen an Rübenmelasse weiter steigen lässt.

«Weitere Kostentreiber bei der Produktion, Verpackung sowie den Transport von Frischbackhefe sind die gestiegenen Einkaufspreise für Papier sowie Kartonage, die Energiekosten und die immer weiter steigenden Logistikkosten,» weiß Joachim Baum.

Aus den genannten Gründen sieht sich die Lallemand-DHW GmbH mit ihren Werken in Nürnberg und Schwarzenbach an der Saale gezwungen, die Hefepreise zum Dezember 2021 signifikant zu erhöhen, um auch künftig ein leistungsstarker Lieferant von Frischbackhefe im deutschen und europäischen Raum zu bleiben (Foto: pixabay.com).