Mittwoch, 14. April 2021
20170413-COMPUTER

Gute Datensicherung gehört mit zum Schutz vor Viren

Kronau. (goe) Es gibt keinen absoluten Schutz vor Computerviren. Der Wettlauf zwischen Virenschutzprogrammen und den Entwicklern von Computerviren gleicht dem zwischen Hase und Igel. Die Schutzprogramme sind gefühlt stets ein kleines bisschen hinterher. Das ist natürlich logisch, denn die Entwickler der Schutzprogramme können manchmal erst nach dem ersten Auftreten eines neuen Schädlings reagieren – sie sind sehr schnell aber doch nicht immer schnell genug.

So geschehen in jüngster Vergangenheit auch bei einigen Bäckereien, mit denen die Fachleute von Goecom zusammenarbeiten. Speziell Kryptoviren, also Viren, die den Festplatteninhalt verschlüsseln, schlugen böse zu. Einige Totalverluste an Daten waren die Folge. Nur ein gutes Datensicherungsmanagement bewahrte die Unternehmen vor einem völligen Verlust aller betrieblichen Daten. Das wäre dann der schlimmste aller Fälle gewesen.

Gleich vorweg: Einen 100-prozentigen Schutz gibt es wirklich nicht. Jeder Rechner, der Zugang zu E-Mails und Internet oder zu anderen Rechnern hat, ist stets gefährdet. Aber es gibt einige wirklich einfache Regeln, die durchaus geeignet sind, einen Virenbefall zu vermeiden. Hier ein paar Tipps, die Ihnen vielleicht bekannt vorkommen:

  • Das wichtigste ist ein gutes Virenschutzprogramm, welches automatisch aktualisiert wird – und zwar sobald ein neues Update online vorliegt und nicht nur einmal am Tag. In Netzwerken sollte es sich automatisch auf allen angeschlossenen Rechnern aktualisieren.
  • Stellen Sie die Software so ein, dass ein Virenwächter alle (!) Datenbewegungen in Ihrem System überwacht.
  • Die Antiviren-Software, die heute noch gut war, kann in wenigen Monaten unzuverlässig sein. Informieren Sie sich regelmäßig in der Fachpresse mittels Testberichten über die Leistungsfähigkeit und Qualität Ihrer eingesetzten Software und tauschen Sie Ihre Software rechtzeitig gegen eine bessere Software aus. Ihr Hardwarebetreuer berät Sie gerne zu diesem Thema.
  • Generell gilt, dass jede E-Mail, die Sie erhalten, eine potentielle Gefährdung ist. Daher sollte bereits dort, wo Mails Ihr System «betreten» eine genaue Überprüfung stattfinden. Besonders wenn es sich um Anhänge mit speziellen Dateiendungen wie zum Beispiel RAR, ZIP, EXE oder RTF handelt.
  • Laden Sie Daten und Programme aus dem Internet nur von bekannten Quellen herunter.
  • Seien Sie besonders bei eingehenden Bewerbungen vorsichtig. Alle Anwendersysteme, die in den letzten Monaten zum Beispiel von einem Kryptovirus befallen wurden, erhielten diesen über ein Bewerbungsschreiben zu einer Arbeitsstelle in deren Unternehmen. Ganz besondere Vorsicht gilt bei Textdokumenten. Besser wäre, Sie verlangen Bewerbungen ausschließlich in Form einer PDF-Datei. Diese sind weitaus sicherer.
  • Sensibilisieren und schulen Sie alle Ihre Mitarbeiter, die Zugang zu Ihren PC- und Serversystemen haben, immer wieder zu diesem Thema. Nur so bleiben sie wachsam und vorsichtig, damit keine Datenverluste durch Computerviren entstehen.
  • Als letzter Tipp gilt, wie immer in der EDV, dass eine gute Datensicherung im Ernstfall eine sehr beruhigende Maßnahme gegen Datenverlust egal welcher Art ist.

In diesem Sinne wünscht Ihnen das Team von Goecom, dass Ihr Unternehmen von solch einem Ereignis verschont bleibt (Foto: pixabay.com).