Samstag, 15. Juni 2024

Grundsätzliches: Lüftung ist nicht gleich Lüftung

Buchholz / Nordheide. (ele) Mehl- und Backmittelstäube können für Backbetriebe typische Allergien auslösen und sind möglichst zu vermeiden. Hundertprozentig wird dies kaum gelingen. Das, was dann doch noch in die Raumluft gelangt, sollte nicht zusätzlich durch die Lüftung im Raum verteilt werden. Nun ist Lüftung nicht gleich Lüftung. Schlimmstenfalls hat sie starken Einfluss auf den Energieverbrauch und stört zudem empfindlich durch die Erzeugung übermäßig kühler Luftströme. Fachleute unterscheiden grob zwischen der Verdrängungslüftung und der Verdünnungslüftung. Oft ist auch von einer «Quelllüftung» zu lesen oder zu hören. Sie ist eine Sonderform der Verdrängungslüftung und bringt die Zuluft / Frischluft impulsarm in den zu belüftenden Raum ein. Die Austrittsgeschwindigkeit ist gering und Mehl- und Backmittelstäube werden nicht unnötig aufgewirbelt. Unangenehme Zugerscheinungen treten nicht auf. Die Quelllüftung erzielt als Verdrängungslüftung höchste Lüftungseffizienz und ist akustisch kaum wahrnehmbar. Sie findet ihren Einsatz oft in der Industrie mit örtlich auftretenden thermischen Lasten und ist daher auch gut für die Backstube geeignet. Für Bereiche mit wenig Staubbelastung respektive untergeordneten Funktionen mit nicht so hohen Anforderungen an die Luftqualität eignet sich die Verdünnungslüftung. Sie bringt die Luft immer stark impulsbehaftet ein, um die nötige Luftinduktion zu erreichen. Kurzum: Soll die gleiche Luftqualität wie bei der Quelllüftung erreicht werden, sind höhere Luftmengen nötig und hohe Geschwindigkeiten zur Mischung der Luft. Dies kann allerdings mit einem höheren Energieverbrauch einhergehen, sind die baulichen Gegebenheiten auf den Einsatz der Verdünnungslüftung nicht abgestimmt. Noch Fragen? Dann wenden Sie sich an ELEKOM Technik. Die Fachleute für Architektur, Produktionsplanung, Projektmanagement und Energieverbundkonzepte helfen Ihnen gerne weiter.