Samstag, 10. April 2021
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Greggs PLC: Liefergeschäft wurde zur wertvollen Stütze

Newcastle upon Tyne / UK. (eb) Die britische Greggs PLC, führende Bäckerei-Food-on-the-go-Einzelhändlerin in Großbritannien mit mehr als 2.000 Verkaufsstellen im ganzen Land, hat ihre vorläufigen Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2020 bekannt gegeben. Gut 2.000 Filialen in diversen Verkaufssituationen gaben dem britischen Großfilialisten einerseits den Spielraum, auf Lockdown-Bedingungen mal so und mal so zu reagieren. Andererseits wundert es nicht, dass der Gesamtumsatz trotz staatlicher Unterstützung und Steuererleicherungen im Covid-19-Jahr 2020 um 30 Prozent sank (minus 356,6 Millionen Britische Pfund). Infolgedessen weist das Unternehmen einen Verlust aus von 13,7 Millionen GBP vor Steuern.

Worauf der Großfilialist ebenfalls hinweist ist das starke Liefergeschäft, das sich unter Pandemie-Bedingungen entwickelte: In den ersten zehn Wochen des laufenden Geschäftsjahrs trägt es schon zu 9,6 Prozent zum Gesamtumsatz der firmengeführten Filialen bei. Kein Zweifel: Eine Multi-Channel-Strategie, über die viele andere nur reden, hat den britischen Großbäcker und Bäckerei-Gastronomen vor dem Schlimmsten bewahrt. Nachfolgend unsere Übersetzung der Stellungnahme aus Newcastle upon Tyne:

Zusammenfassung eines außergewöhnlichen Jahres

  • Die vor Covid-19 schon geplante Multi-Channel-Entwicklungsstrategie wurde beschleunigt: Liefer- und Großhandelskanäle bieten alternative Zugangswege zu Greggs-Produkten, wobei das Liefergeschäft einen zunehmenden Anteil zum Gesamtumsatz beiträgt. Click+Collect wird im gesamten Sortiment eingeführt und das Liefergeschäft wird in mehr als 600 Geschäften angeboten.
  • Die hohe Taktzahl an der Eröffnung neuer Filialen wurde reaktiviert: Das demonstriert Vertrauen in langfristige Wachstumschancen. 2020 wurden insgesamt 84 neue Läden eröffnet, 56 Standorte geschlossen. Unter dem Strich 28 Nettoeröffnungen. Greggs zählt zum 02. Januar 2021 insgesamt 2.078 Filialen. Für 2021 plant Greggs rund 100 Nettoneueröffnungen
  • Der Großfilialist hat ein Covid-19-sicheres Betriebsmodell etabliert: Shop- und Supply-Chain-Abläufe wurden angepasst, um Teammitglieder und Kunden während des Betriebs vor Covid-19 zu schützen.
  • Ausbau der Widerstandsfähigkeit durch den Ausbau des Ladengeschäfts und der Breite des Kundenstamms: Vielfalt und Reichweite des Ladengeschäfts, mit relativ bescheidener Exposition gegenüber Arbeitsplätzen und öffentlichen Verkehrsmitteln, an Standorten, die für Kunden erreichbar sind, die nicht zu Hause sein müssen.
  • Investitionen in die Lieferkette und Systeme: Die Vorteile der Upgrade-Programme zur Modernisierung der Kerngeschäftsprozesse und IT-Systeme sind offensichtlich, da die Programme kurz vor dem Abschluss stehen.
  • Einführung des Greggs-Versprechens: Zehn Verpflichtungen zur Nachhaltigkeit, um das Unternehmen in den nächsten fünf Jahren und darüber hinaus auf verantwortungsvolle Weise voranzubringen.

Finanzielle Leistung für das Gesamtjahr

  • Der Gesamtumsatz 2020 betrug 811,3 Millionen Britische Pfund (GBP) gegenüber 1.167,9 Millionen GBP in 2019.
  • Der flächenbereinigte Umsatz in den vom Unternehmen geführten Filialen lag um 36,2 Prozent unter dem Niveau von 2019
  • Eine allmähliche Erholung des Umsatzniveaus stellte sich in der zweiten Jahreshälfte ein
  • Der Verlust vor Steuern beträgt 13,7 Millionen GBP, inklusive staatlicher Unterstützung für den Erhalt von Arbeitsplätzen und Erleichterungen bei den Unternehmenssteuern gegenüber 108,3 Millionen GBP Gewinn im Geschäftsjahr 2019.
  • Der Großfilialist registrierte einen positiven Kassenbestand zum Jahresende und verschaffte sich zusätzliche Liquidität mit einer neuen revolvierenden Kreditfazilität von 100 Millionen GBP.

Aktueller Geschäftsverlauf

  • Der Umsatztrend ist positiv. Der Start in das Jahr 2021 fiel besser aus als erwartet angesichts des Ausmaßes der Lockdown-Bedingungen.
  • Geschäfte in Schottland sind vorübergehend für die Laufkundschaft geschlossen.
  • Der flächenbereinigte Umsatz in den firmeneigenen Geschäften liegt in den ersten zehn Wochen bis zum 13. März 2021 etwa 28,8 Prozent unter den Ergebnissen vom Vorjahr.
  • Außerhalb Schottlands sank der Umsatz in firmengeführten Filialen auf vergleichbarer Fläche im restlichen Großbritannien um 22,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
  • In den ersten zehn Wochen des Jahres 2021 war/ist das Liefergeschäft mit einem Anteil von 9,6 Prozent am Gesamtumsatz der firmengeführten Geschäfte besonders stark.

Roger Whiteside OBE, Chief Executive: «Greggs ist besser als erwartet in das Jahr 2021 gestartet, wenn man das Ausmaß der Schließungsbedingungen bedenkt, und ist gut aufgestellt, um an der Erholung von der Pandemie teilzuhaben. Das Unternehmen hat eine klare Strategie, um seine digitalen Fähigkeiten zu erweitern und an neuen Standorten, über neue Kanäle und in neuen Tageszeiten weiter zu wachsen. Diese Möglichkeiten werden in den kommenden Jahren allen Beteiligten zugute kommen.

«In einem Jahr wie keinem anderen glaube ich, dass die Covid-Pandemie in vielerlei Hinsicht die Stärke von Greggs demonstriert hat. Sie hat die Widerstandsfähigkeit unseres Geschäftsmodells gezeigt, aber vor allem die Stärke unserer Mitarbeitenden, die die ganze Zeit über hart gearbeitet haben, um einen unverzichtbaren Service aufrecht zu erhalten, der Kunden, die nicht von zu Hause aus arbeiten können, mit Essen zum Mitnehmen versorgt, wobei viele von ihnen selbst wichtige Mitarbeiter waren. Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um allen unseren Mitarbeitern zu danken, die stolz auf die Rolle sein können, die wir in der Zeit der Not für unser Land gespielt haben» (Foto: Wikimedia – MTaylor848 2018).