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GKV: Einheitsbeitrag kostet Unternehmen zwei Milliarden Euro

Köln. (insm) Der von der Bundesregierung festgelegte Einheitsbeitragssatz für die gesetzliche Krankenversicherung von 15,5 Prozent ist für viele deutsche Unternehmen eine schwere Hypothek. 2,04 Milliarden Euro zahlen Arbeitgeber in 2009 voraussichtlich mehr. Das sind im Schnitt plus 75 Euro je sozialversicherungspflichtig Beschäftigtem. Das hat der Freiburger Ökonom Professor Bernd Raffelhüschen errechnet. Beispiele: Der Darmstädter Pharmaproduzent Merck mit 10.300 Beschäftigten in Deutschland und eigener Betriebskrankenkasse überweist in 2009 rund 1,3 Millionen Euro mehr für GKV-Beiträge. Das sächsische Handwerksunternehmen Unser Bäcker GmbH mit 28 Filialen und 160 Beschäftigten muss 27.000 Euro zusätzlich aufbringen. «Die anstehenden Beitragserhöhungen sind ein gewaltiger Rucksack, den wir schultern müssen», sagt Geschäftsführer Günter Hiersemann. Für das Unternehmen wird es besonders teuer, weil seine Mitarbeiter bislang bei sächsischen Krankenkassen mit Sätzen von 11,8 und 12,9 Prozent versichert sind. Zwangsweise gehen diese Beiträge jetzt auf 15,5 Prozent hoch. Der im sächsischen Klipphausen beheimatete Backbetrieb gehört zur baden-württembergischen Härdtner Gruppe.
Info: Mehrbelastungen Arbeitgeber 2009 nach Bundesländern (Format PDF, 27 KB)