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Frankfurt: Superfood der Urzeit traf auf das 21. Jahrhundert

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Hamburg. (gmi) Bei der «Hi Europe + Ni» in Frankfurt am Main hat GoodMills Innovation vor allem einem funktionellen Rohstoff eine Plattform geboten, der lange in Vergessenheit geraten war: dem «Tatarischen Buchweizen», der mit dem sekundären Pflanzenstoff Rutin einen altbekannten Wirkstoff der Traditionellen Chinesischen Medizin liefert. Dieses prähistorische Pseudogetreide punktet durch seinen ernährungsphysiologischen Mehrwert, und bietet – dank modernster Veredelungstechnologie – beste technologische und geschmackliche Voraussetzungen für verschiedenste Applikationen. Außerdem nutzte der Getreidespezialist die Messe, um noch vor Markteinführung ein präbiotisches Vollkornkonzentrat vorzustellen. Dank speziell aufbereiteter Ballaststoffe gilt dies als optimales «Futter» für die Darmflora.

Die Produktrange RutinX umfasst sowohl Mehl als auch Crispies aus fermentiertem Tatarischem Buchweizen. Ernährungsphysiologisch ist vor allem der hohe Anteil an Rutin interessant, das als Antioxidans und Entzündungshemmer bekannt ist. Ebenfalls reich an dem Spurenelement Zink, unterstützen Backwaren mit RutinX unter anderem den Kohlenhydratstoffwechsel. Anfang 2019 startet zusätzlich eine wissenschaftliche Studie, die die blutzuckerregulierenden Eigenschaften dieses Superfoods untersuchen wird.

Michael Gusko, Managing Director von GoodMills Innovation: «Bei allen gesundheitlichen Vorteilen des Tatarischen Buchweizens: sein Geschmack war eine echte Herausforderung. Denn das enthaltene Rutin führt zu einer starken Bitternote. Die Lösung fanden wir in einem speziellen und deswegen auch patentiertem Prozess, der neben weiterem auf Fermentation setzt. Dieser erlaubt es uns, ein optimales sensorisches Profil zu erreichen und dabei den ernährungsphysiologischen Nutzen vollumfänglich zu erhalten und sogar zu erweitern.»

RutinX ist sowohl für Brot- und Brötchenrezepturen als auch Feinbackwaren bestens geeignet. Hiervon konnten sich die Besucher am Stand selbst überzeugen: Kekse auf Basis von Weizenmehl in Kombination mit RutinX Crispies und RutinX Mehl waren ein Beispiel, wie gut und einfach sich bester Geschmack und Gesundheitsnutzen kombinieren lassen. Darüberhinaus erlauben die guten technologischen und geschmacklichen Eigenschaften von RutinX auch weitere Applikationen wie Pasta, Müslis und funktionelle Drinks.

Für Fragen aller Art zum Tatarischen Buchweizen stand außerdem Prof. Dr. Dr. h.c. Ivan Kreft, Emeritus der Biotechnischen Fakultät von Ljubljana, am Stand zur Verfügung. Er kommentierte: «Der Tatarische Buchweizen verbindet den Geschmack der guten alten Zeit mit den heutigen hohen Ansprüchen an gesunde Lebensmittel. Für mich ist er – trotz seiner langen Historie – ein Rohstoff der Zukunft, ein wahres europäisches Superfood: Er ist resistent gegen Schädlinge, verträgt starke Sonneneinstrahlung ebenso wie Kälte oder unwirtliche Höhenlagen, benötigt kaum Düngung und enthält viele wertvolle Pflanzeninhaltsstoffe. Die Kostproben auf der Messe haben veranschaulicht, welch schmackhafte Backwaren und Konditoreiprodukte mit Tatarischem Buchweizen möglich sind. Nach dem starken Interesse der Fachbesucher hier am Stand bin ich mir sicher, dass wir bald innovative Produkte mit Tatarischem Buchweizen im Markt finden werden.»

Noch vor der offiziellen Markteinführung im Frühjahr 2019 nutzte der Hamburger Getreidespezialist seine Messepräsenz, um Fachbesuchern exklusiv sein neues Vollkornkonzentrat «White Gold» aus HighMAC-Kleie vorzustellen. Die Abkürzung MAC steht für microbiota accesible carbohydrates; spezielle Ballaststoffe, die für die Darmbakterien besonders gut verfügbar und bioverwertbar sind. Diese Eigenschaften resultieren auch aus der Art der Verarbeitung: Die Weizenkleie wird ultrafein vermahlen. Sensorisch überzeugt die mikronisierte Kleie durch ihre helle Farbe und einen leicht süßlichen Geschmack. Anwendungsmöglichkeiten sind präbiotische Backwaren aller Art, aber auch der Einsatz in Shakes und Smoothies ist möglich, da es dank der feinen Granulation keine Beeinträchtigung des Mundgefühls gibt (Foto: pixabay.com).