Mittwoch, 28. Februar 2024

Forrester: Handelsumsätze in Europa pendeln sich ein

London / UK. (for) Die britische Forrester Marktforschung erwartet einen Anstieg des gesamten Einzelhandelsumsatzes in den Europa-5-Ländern (Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien) von 2,3 Billionen Euro im Jahr 2023 auf 2,7 Billionen Euro im Jahr 2028 bei einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (Compound Annual Growth Rate, CAGR) von 2,9 Prozent. Der kürzlich veröffentlichte Forrester Report «Europe-5 Online Retail Forecast 2023-2028» schätzt den Gesamtumsatz im Einzelhandel, den Umsatz im Online-Einzelhandel und die Durchdringung des Online-Einzelhandels in 22 Produktkategorien, darunter Mode, Haushaltswaren, Lebensmittel und Getränke, Unterhaltungselektronik und Medien, für jede der fünf europäischen Volkswirtschaften. Unter diesen fünf Ländern verzeichnet Deutschland den größten Anteil am Einzelhandelsmarkt, in dieser Reihenfolge gefolgt von Großbritannien und Frankreich.

2022 lag das Wachstum des Offline-Einzelhandels erstmalig über dem des Online-Einzelhandels, da mehr Verbraucher in Geschäften einkauften. Diese Dynamik setzte sich auch 2023 fort, doch die wesentlichen Wachstumstreiber des Online-Einzelhandels wie die größere Produktauswahl, die Verfügbarkeit rund um die Uhr und die wettbewerbsfähigen Preise sind nach wie vor stark. Forrester geht daher davon aus, dass das Umsatzwachstum im Online-Handel im Jahr 2024 und darüber hinaus wieder das Niveau von vor der Pandemie erreichen wird.

Insgesamt wird der kombinierte Umsatz im Online-Einzelhandel in den Europa-5-Ländern von 372 Milliarden Euro im Jahr 2023 auf 579 Milliarden Euro im Jahr 2028 steigen, mit einer fünfjährigen CAGR von 9,2 Prozent. Der Online-Umsatz wird 22 Prozent des gesamten Einzelhandelsumsatzes in diesen fünf Märkten ausmachen, gegenüber 16 Prozent im Jahr 2023. Einige länderspezifische Highlights:

Deutschland

  • Der Gesamtumsatz des Einzelhandels in Deutschland wird bis 2028 voraussichtlich 680 Milliarden Euro erreichen, gegenüber 585 Milliarden Euro im Jahr 2023.
  • Bis 2028 wird der Online-Handel 22 Prozent des gesamten Einzelhandelsumsatzes ausmachen, gegenüber 16 Prozent im Jahr 2023.
  • Der Umsatz im Offline-Einzelhandel wird im Jahr 2028 527 Milliarden Euro erreichen, gegenüber 490 Milliarden Euro im Jahr 2023.

Vereinigtes Königreich

  • 2028 wird der Gesamtumsatz des britischen Einzelhandels 544 Milliarden GBP (624 Milliarden Euro) erreichen, gegenüber 459 Milliarden GBP (527 Milliarden Euro) im Jahr 2023.
  • Das Vereinigte Königreich hat die höchste Durchdringung des Online-Einzelhandels unter den Europa-5-Märkten. Der Anteil des Online-Einzelhandels an den gesamten Einzelhandelsumsätzen wird bis 2028 voraussichtlich auf 32 Prozent steigen, gegenüber 27 Prozent im Jahr 2023.
  • Der Umsatz im Offline-Einzelhandel wird bis 2028 auf 368 Milliarden GBP (423 Milliarden Euro) ansteigen, gegenüber 336 Milliarden GBP (385 Milliarden Euro) im Jahr 2023.

Frankreich

  • Der gesamte Einzelhandelsumsatz in Frankreich wird im Jahr 2028 voraussichtlich 610 Milliarden Euro erreichen, gegenüber 521 Milliarden Euro im Jahr 2023.
  • Bis 2028 wird der Online-Handel 18 Prozent des gesamten Einzelhandelsumsatzes ausmachen, gegenüber 14 Prozent im Jahr 2023.
  • Der Umsatz im Offline-Einzelhandel wird im Jahr 2028 499 Milliarden Euro erreichen, gegenüber 448 Milliarden Euro im Jahr 2023.

«Das Verbraucherverhalten nach der Pandemie, globale Lieferkettenprobleme und eine schwache Wirtschaft sind allesamt bedeutende Faktoren, die sich in den letzten Jahren auf den europäischen Einzelhandelsmarkt ausgewirkt haben», sagt Jitender Miglani, leitender Prognoseanalyst bei der Forrester Marktforschung. «Wir gehen jedoch davon aus, dass mit dem Abflauen der Inflation und der Stabilisierung der Wirtschaft sowohl der Offline- als auch der Online-Einzelhandel im Jahr 2024 zum ersten Mal wieder ein Wachstum auf dem Niveau vor der Pandemie erreichen werden. Besonders der Online-Einzelhandel wird sich gut entwickeln und es ist zu erwarten, dass Kategorien wie Medien, elektronische Geräte, Computersoftware und Videospiele bis 2028 jeweils mehr als 50 Prozent des gesamten Einzelhandelsumsatzes ausmachen werden. Um von diesem zu erwartenden Wachstum zu profitieren, müssen sich die europäischen Einzelhändler auf die Optimierung ihrer digitalen Präsenz, den Aufbau einer widerstandsfähigen Lieferkette und die Umsetzung kundenorientierter Strategien konzentrieren.»

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