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Flowers: Corona stellt Umsatz auf den Kopf – ein bisschen

Bremerhaven. (eb) Flowers Foods Inc. gehört zu den größten Herstellern verpackter Backwaren in den Vereinigten Staaten mit einem Umsatz von 4,1 Milliarden US-Dollar im Jahr 2019. Seit die Familie Flowers 1919 ihre erste Bäckerei in Thomasville (Georgia) eröffnete, ist das Unternehmen immer noch in Familienhand und betreibt heute 46 Produktionsbetriebe, die eine breite Palette von Backwaren für den Lebensmittelhandel (LEH) und Foodservice-Kunden in den USA herstellen.

Das Unternehmen unterhält einige der effizientesten und technologisch fortschrittlichsten Bäckereien des Landes. Frische Brote, Brötchen, Buns, Snack-Kuchen und Tortillas sind für gut 85 Prozent der US-Bevölkerung über das Direktvertriebsnetz des Unternehmens erhältlich. Zu den bekannten Marken gehören «Nature’s Own», «Dave’s Killer Bread», «Wonder» und «Tastykake».

Das breite Sortiment sowohl für den Bio- als auch konventionellen Sektor einerseits – sowie die gewachsenen Beziehungen zu LEH und Foodservice andererseits – haben Flowers Foods angesichts der Covid-19-Pandemie vor Erschütterungen bewahrt. Zwar haben sich die Umsätze im ersten Quartal 2020 massiv verschoben. Doch es gab keine Entwicklung, die die Großbäcker nicht hätten handhaben können. Das geht aus den Zahlen für das erste Quartal 2020 hervor, die Flowers Foods gegen Ende der Woche veröffentlichte (… und die Redaktion ganz froh ist, sie hier und jetzt beispielhaft und ergänzend zur Verfügung zu haben).

LEH 17,2% rauf, Foodservice 15% runter, temporärer Mehrbedarf 6,5%

Im ersten Quartal 2020, das in Thomasville am 18. April endete, stieg der Umsatz um 6,8 Prozent auf 1’349 Millionen US-Dollar – inklusive eines geschätzten Anstiegs von insgesamt 6,5 bis 7,5 Prozent, der auf die Auswirkungen von Covid-19 zurückzuführen ist. Sieht man genauer hin, ergibt sich folgendes Bild:

Auf konsolidierter Basis stiegen die Einzelhandelsumsätze mit Markenprodukten um 133,8 Millionen USD oder 17,7 Prozent auf USD 891,5 Millionen, die Einzelhandelsumsätze mit Einzelhandelsmarken gingen um 0,9 Millionen USD oder 0,5 Prozent auf 190,2 Millionen USD zurück, während die nicht im Einzelhandel erzielten und sonstigen Umsätze um 47,3 Millionen USD oder 15,0 Prozent auf 267,8 Millionen USD sanken.

Oder kurz und knapp: LEH 17,2 Prozent rauf, Foodservice 15 Prozent runter. Temporärer Mehrbedarf 6,5 Prozent. Für das Gesamtjahr rechnet Flowers Foods mit einem Umsatzplus von zwei bis vier Prozent.