Sonntag, 20. Juni 2021

FiBu-Posse: Schnittstellen-Standard scheitert an Verbänden

Berlin. (hib/js) Wegen Bedenken von Verbänden hat die Bundesregierung Pläne zur Vereinheitlichung der Finanzbuchhaltungs- Schnittstellen und zur Festschreibung von Mindestanforderungen an steuererhebliche Daten aus dem Jahressteuergesetz 2020 gestrichen. Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (19/29612) auf eine Kleine Anfrage (19/29058) der FDP-Fraktion. Mit der Regelung hätten langwierige Anpassungen von Datenstrukturen oder aufwändige Exportrechenläufe zum Beispiel während einer Außenprüfung vermieden werden können, schreibt die Bundesregierung. Verbände hätten die Regelung jedoch kritisch gesehen, und vermutet, die Bundesregierung wolle verbindliche Datenspeicherungs- und Archivierungsprogramme vorschreiben. Das sei jedoch nicht die Absicht gewesen, heißt es aus Berlin. Zur Forcierung des Gesetzgebungsverfahrens des Jahressteuergesetzes 2020 sei das Vorhaben deshalb wegen der Bedenken aus dem Entwurf gestrichen worden.