Freitag, 3. Februar 2023

FFF: Klimaschutz-Aktivisten formulieren Forderungen

Bremerhaven. (eb) Die Klimakrise ist längst eine reale Bedrohung für die Zukunft der Menschheit. Die kommenden Generationen werden die Leidtragenden sein und für die Fehler früherer Generationen büßen. Deshalb gehen weltweit und auch in Deutschland immer mehr Schüler (m/w/d) auf die Straße – frei mach dem Motto: «Warum soll ich für eine Zukunft lernen, die bald nicht mehr sein wird, wenn niemand etwas tut, um diese Zukunft zu retten?». Dieses Zitat der 16-jährigen Klima-Aktivistin Greta Thunberg drückt das gesamte Dilemma aus und treibt die Kinder und Jugendlichen an bei ihren Fridays for Future (FFF).

Denken wir für einen Augenblick zurück in die 1980er Jahre. Zumindest in Westdeutschland kann man seither voraussetzen, dass wir alle schon mal was vom Club of Rome oder Global 2000 gehört haben. Uns ist seit mehr als 30 Jahren bekannt, dass wir die Erde nicht weiter so ausbeuten dürfen, wie wir es rücksichts- und gedankenlos tun. Statt danach zu handeln, nehmen Raubbau und Sorglosigkeit immer groteskere Züge an.

Wir sind Meister des Verdrängens. Unsere genetischen Anlagen scheinen kaum darauf ausgerichtet, komplexe Entwicklungen über mehrere Generationen hinweg absehen zu können. Wir sind egoistisch und opportunistisch. Wir gehen den Weg des geringsten Widerstands und wurschteln vor uns hin. Ein Plan für eine realistische Zukunft? Fehlanzeige. Politische Gestaltungskraft für eine lebenswerte Umwelt? Schweigen im Walde.

Wir wollen geliebt werden. Das weiß jeder Psychologe, jeder Trainer und vermutlich auch jeder Politikberater. Früher ließen sich unliebsame Kritiker und Konkurrenten einfach wegloben. Heute funktioniert das nicht. Im Gegenteil: Die Kinder meinen es ernst und haben die Wahrheit auf ihrer Seite. Sie bedanken sich für das freundliche Lob und weisen im gleichen Atemzug darauf hin, dass sie nun langsam gerne Taten sehen möchten.

An die politischen Entscheidungsträger (m/w/d) gerichtet hat FFF-Deutschland in dieser Woche erstmals ein Forderungspapier veröffentlicht und erläutert. Das Papier gibt es auf fridaysforfuture.de zum Nachlesen und zum Download. Unter großer Medienbeteiligung wurden die zwar ambitionierten, aber doch machbaren Forderungen in Berlin vorgestellt. Das dabei entstandene Video ist auf Youtube einsehbar.

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