Montag, 17. Juni 2024

Export koscherer Nahrungsmittel bietet Geschäftschancen

Jerusalem / IL. (gtai) Israels wachsende Einfuhr von Nahrungsmitteln bietet auch deutschen Unternehmen Marktchancen. Zwar importiert Israel fast ausschließlich koschere Nahrungsmittel, doch zeigt das Wachstum der Auslandsbezüge, dass die Einrichtung koscherer Produktionslinien nicht nur kein unüberwindliches Hindernis sein muss, sondern sich durchaus lohnen kann – zumal koschere Nahrungsmittel auch in anderen Ländern, insbesondere in den USA, gefragt sind. Die Produktion erfolgt unter rabbinischer Aufsicht, schreibt Germany Trade + Invest (GTAI) in seinem Marktbericht. Das Wachstum der israelischen Nahrungsmitteleinfuhr ist nahezu ungebrochen. Im Jahr 2013 waren die Auslandsbezüge von Nahrungsmitteln, Getränken und Tabak (HS-Abschnitt IV) mit 2,2 Milliarden US-Dollar doppelt so hoch wie noch acht Jahre zuvor. Der Aufwärtstrend gilt als noch lange nicht ausgereizt. Deutsche Unternehmen konnten an dem Importboom bis 2013 nur zum Teil partizipieren. Allerdings zeichnet sich 2014 ein kräftiges Wachstum der deutschen Lieferungen ab. Diese haben sich im 1. Halbjahr gegenüber dem Parallelzeitraum des Vorjahres nahezu verdoppelt. Der deutsche Importmarktanteil nahm ebenfalls kräftig zu und erreichte 6,8 Prozent. Falls das Liefertempo in der zweiten Jahreshälfte nicht wesentlich nachlässt, ist 2014 mit einem neuen Rekordstand der deutschen Nahrungsmittelexporte nach Israel zu rechnen (Volltext).