Samstag, 10. April 2021
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Erntebrot: Gläubigerversammlung ermöglicht Neustart

Döbeln. (rab / eb) Der Insolvenzplan für die Erntebrot GmbH mit einer Investorenlösung erhielt am 18. März 2021 die Zustimmung der Gläubiger und wurde vom Amtsgericht Chemnitz am 24. März 2021 bestätigt. Dies ermöglicht der Erntebrot GmbH mit ihren aktuell 130 Mitarbeitenden und 21 Filialen den Neustart aus der Insolvenz.

«Eine leistungsstarke Investorengemeinschaft wird die Erntebrot GmbH übernehmen, das Unternehmen bleibt als Rechtsträger und Marke der Region Mitteldeutschland erhalten», sagt Insolvenzverwalter RA Thomas Beck. Die Investoren sehen großes Potential in der Traditionsbäckerei. Geplant sind erhebliche Investitionen in den Produktionsstandort in Döbeln und in das Filialnetz. Zudem gibt es im Team schon viele Ideen für die Weiterentwicklung des Unternehmens. In Döbeln wird nach der erfolgreichen Planabstimmung mit Hochdruck an der Überleitung aus der Insolvenz in die neue Zeit gearbeitet.

Das mittelständische Bäckereiunternehmen hatte im Juli 2019 Insolvenz angemeldet, damals noch mit nahezu 180 Mitarbeitenden. Rechtsanwalt Thomas Beck hatte den üblichen Zweckoptimismus verbreitet. Gleichwohl betonte er stets, dass es für die Sanierung des Unternehmens gute Chancen gibt. Über die «leistungsstarke Investorengemeinschaft» wissen wir nichts Genaues. Doch könnte zum Beispiel eine Private-Equity-Gesellschaft die Gelegenheit nutzen, sich betriebswirtschaftlich einzubringen, während sich das Unternehmen selbst auf die Produktion und Markenpflege konzentriert (Foto: Erntebrot).