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Ernährungswirtschaft heute: Global vernetzt, regional erfolgreich

20181128-WELTWEIT

Berlin. (bmel / bve) Deutschland profitiert wie wenige andere Länder vom weltweiten Handel. Unser Wohlstand, unser Wirtschaftswachstum, aber auch der Erfolg unserer Unternehmen fußen zu einem großen Teil auf unserer umfangreichen Teilhabe am internationalen Handel, schreibt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

Dies gilt besonders für deutsche Land- und Ernährungswirtschaft, deren Produkte weltweit gefragt sind. Gerade hier bedingen Im- und Export einander. Denn für viele in Deutschland hergestellte Produkte sind Erzeuger auf den Import von Waren und Dienstleistungen angewiesen. Heute ist Deutschland der weltweit drittgrößte Exporteur und Importeur von landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Lebensmitteln.

Das Ziel der Bundesregierung ist es deshalb, dass Deutschland gut in die globalen Wertschöpfungsketten eingebunden ist. Wichtig ist auch, dass der weltweite Handel für alle Beteiligten nutzbringend ist. Eine der wichtigsten Voraussetzungen dafür ist ein marktwirtschaftliches, faires und transparentes Handelssystem, das zudem wertebasiert ist. Deshalb ist die deutsche Außenwirtschaftspolitik auch darauf ausgerichtet, Fairness und Transparenz im Handel zu fördern und ein hohes Maß an Verbraucherschutz, nachhaltige Liefer- und Produktionsketten sowie den Respekt vor Tieren als Mitgeschöpfe zu gewährleisten.

Dazu braucht internationaler Handel Regeln. Sie helfen vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen und weniger entwickelten Ländern, am internationalen Handel erfolgreich teilzuhaben. Die neue PDF-Broschüre «Zukunft der Landwirtschaft: Global vernetzt, regional erfolgreich» erklärt die Ziele des BMEL für die Außenwirtschaft.

BVE: Bekenntnis bringt neue Qualität

Anlässlich der Thematisierung zu Außenhandelsfragen durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) erklärt Stefanie Sabet, Geschäftsführerin der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE):

«Das deutliche Bekenntnis von Bundesministerin Julia Klöckner zur Anbindung der Land- und Ernährungswirtschaft an globale Märkte bringt eine neue Qualität in die Diskussion um Agrarexporte. Das ist für uns ein wichtiges Zeichen. Denn: Der Weltagrarmarkt funktioniert arbeitsteilig, davon darf die deutsche Lebensmittelproduktion nicht abgekapselt werden. Der Export ist für die Unternehmen der deutschen Ernährungsindustrie eine wichtige Ertragsstütze und auch der Import von nachhaltigen Vorprodukten fördert die Wertschöpfung hierzulande sowie in den Lieferländern. Wir begrüßen es sehr, wenn es gelingt, eine werte- und regelbasierte Außenhandelspolitik und die strategische Exportförderung noch enger zusammenzubringen. Nur eine Strategie aus einem Guss führt zu einer zukunftssicheren Grundlage für den Außenhandel und damit zu einer tragenden Säule für die Wirtschaft im ländlichen Raum.»

Wichtigster Absatzmarkt der deutschen Ernährungsindustrie ist der heimische Markt. Zusätzlich wird heute jeder dritte Euro der Branche im kaufkräftigen Ausland verdient. Der Export ist damit eine wichtige Stütze für den Ertrag und die Beschäftigung der deutschen Lebensmittelhersteller (Foto: pixabay.com).