Donnerstag, 15. April 2021

Entwicklungen: Das ist die Zukunft von «echtem» Fleisch auf dem Teller

Bremerhaven. (eb) Pflanzliches Fleisch und im Bioreaktor kultiviertes «echtes» Fleisch: Beide Substitute werden künftig eine wichtige Rolle dabei spielen, den weiter zunehmenden Fleischkonsum in nachhaltige Bahnen zu lenken. Im Wettlauf um die Märkte von morgen hat aktuell pflanzliches Fleisch die Nase vorn. Weil die Forschung weniger aufwändig und weiter entwickelt ist als bei der «echten» Alternative aus dem Bioreaktor. Andererseits kennen wir erste erfolgreiche Beispiele aus Singapur und vor allem Israel, die uns ahnen lassen, dass in die Rangliste der weltweit wichtigsten (konventionellen) Fleischexporteure künftig noch mal ordentlich Bewegung kommen kann – unkonventionell.

Zu den führenden Fleischexporteuren will dann auch Israel gehören. Dafür braucht es keine unendlichen saftigen Wiesen. Es braucht «nur» die nötige Technologie, um Rindfleisch, Schweinefleisch, Geflügel und Fisch bedarfsgerecht und umweltverträglich im Bioreaktor zu züchten. Preislich konkurrenzfähig wird kultiviertes Fleisch erst in ein paar Jahren sein. Doch schon jetzt knüpft Israels Aleph Farms enge Kontakte nach Ostasien und Südamerika. Nach Japan, weil Fleisch dort traditionell sehr teuer ist und es keinen Unterschied macht, ob das Kobe-Rind aus dem Stall oder dem Reaktor kommt. Nach Brasilien, weil das Land einer der größten Exporteure für konventionelles Fleisch ist und die Umweltbelastung groß.

Klar, dass Brasilien weiterhin zu den größten Exporteuren zählen will – allerdings ohne den zerstörerischen Einfluss auf die Umwelt. Aleph Farms wird dem weltweit agierenden BRF Konzern helfen, beides in Einklang zu bringen. Auch in anderen Regionen der Welt wird man bald mit den in Israel entwickelten «BioFarmen» Fleisch erzeugen. Denn neben der Strauss Gruppe (Israel) haben innovative Konzerne wie etwa die Cargill Company (USA) oder die Schweizer Migros Gruppe die Forschung von Aleph Farms von Anfang an unterstützt – während Deutschland immer noch am Gestern festhält und Marktmechanismen unterstützt, die im globalen Ganzen aus der Zeit gefallen scheinen (Foto: Redefine Meat).