Sonntag, 25. Februar 2024

EEG-Umlage: Zentralverband reicht Petition ein

Berlin. (zv) Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks hat eine Petition zur Abschaffung der EEG-Umlage beim Deutschen Bundestag eingereicht. «Die EEG-Umlage muss abgeschafft werden, weil sie erheblich gestiegen ist und weiter steigt. Waren es 2012 noch knapp 110 Millionen, sind es heute rund 156 Millionen Euro, die das Bäckerhandwerk insgesamt für die EEG-Umlage erwirtschaften muss. Eine Summe, die nicht mehr zu kompensieren ist», sagt Bäcker-Präsident Peter Becker. Die Petition wird begleitet von einer bundesweiten Unterschriftenaktion in den Bäckereien, die bei ihren Kunden um Unterstützung werben. Das Faltblatt, die Unterschriftenliste und weitere Details zur Petition gibt es unter baeckerhandwerk.de. Der Zentralverband fordert seine Mitglieder zur aktiven Unterstützung auf: «Wir appellieren an alle unsere Mitglieder, sich aktiv an der Aktion zu beteiligen. Legen Sie in Ihren Läden die Flyer und Unterschriftenlisten aus und machen Sie Ihre Kunden auf die Petition aufmerksam. Erklären Sie Ihren Kunden, dass sie von der EEG-Umlage genauso betroffen sind wie wir Bäcker». Geht es um die Kosten der Energiewende, sitzen Bäcker und Verbraucher in einem Boot – sie zahlen doppelt. Dennoch bekennt sich das deutsche Bäckerhandwerk eindeutig zur Energiewende: «Sie ist eine der bedeutendsten gesamtgesellschaftlichen Aufgaben der letzten Jahrzehnte und zwingend notwendig. Die Kosten-Umlage ist aber ungerecht und unsolidarisch: Verbraucher, Mittelstand und Handwerk können die Zeche nicht allein zahlen», sagt Becker. Während die EEG-Umlage für Verbraucher eine Einschränkung ihrer Kaufkraft und Lebensqualität bedeutet, belastet sie die Bäcker in einem unerträglichen Umfang. Das deutsche Bäckerhandwerk fordert eine vernünftige, gerechte und für alle bezahlbare Verteilung der Kosten. Angesichts der Rekordsteuereinnahmen in den letzten Jahren sollten die durch die Energiewende anfallenden Kosten durch Umschichtungen im Bundeshaushalt abgedeckt werden können, schlägt der Verband vor.

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