Donnerstag, 29. Februar 2024

Edeka Südbayern: schließt 2022 mit solidem Ergebnis ab

Gaimersheim. (esb) Angefacht durch den russischen Überfall auf die Ukraine entwickelten sich die ökonomischen Rahmenbedingungen in Deutschland vergangenes Jahr zum dauerhaften Stresstest für private Haushalte und Unternehmen. Edeka Südbayern blickt auch für 2022 auf eine Geschäftsentwicklung mit solidem Wachstum zurück: Das Umsatzvolumen des Gaimersheimer Lebensmittelhändlers beläuft sich aktuell auf insgesamt 4,58 Milliarden Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 2,95 Prozent gegenüber dem Vorjahr. «Ärmel hoch. Anpacken. Abliefern. Im dynamischen Marktgeschehen 2022 konnten wir erneut mit Teamgeist und Tatkraft überzeugen», sagt der Vorstand von Edeka Südbayern, Claus Hollinger. «Die Menschen wissen, dass sie sich auch in schwierigen Zeiten auf unsere selbstständigen Kaufleute verlassen können.» Die rund 630 Edeka-Unternehmer des Verbunds erwirtschafteten im selben Zeitraum 4,071 Milliarden Euro – ein im Vorjahresvergleich auf vergleichbarer Fläche ebenfalls stabiles Umsatzplus von 0,6 Prozent. «Mit unseren Investitionspaketen eröffnen wir dem selbstständigen Edeka-Einzelhandel stetig Wachstumsperspektiven und zusätzlichen unternehmerischen Spielraum», ergänzt Hollinger.

Angesichts der spürbar gestiegenen Lebenshaltungskosten in Deutschland investierte Edeka Südbayern im abgelaufenen Geschäftsjahr massiv in die Verbraucherpreise. Zugleich wurde die Sichtbar­keit der immer beliebteren Edeka Eigenmarken-Produkte in den Märkten gestärkt. «Kundennähe, Frische, Vielfalt und Service zeichnen die südbayerischen Edeka-Unternehmer aus. Diese Attribute gilt es wieder zu stärken», gibt Hollinger einen unternehmerischen Ausblick. «Darüber hinaus werden wir auch unsere Bedientheken als Profilierungsinstrument wieder verstärkt in den Fokus rücken.»

Zu Jahresbeginn 2023 ist Dr. Dirk Eßmann in den Vorstand von Edeka Südbayern eingetreten. Eßmann zeichnet im Team für die Ressorts Ware/Einkauf, Logistik, Südbayerische Fleischwaren, Lebensmittelrecht sowie die C+C-Betriebe verantwortlich.

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Getränke-Logistik bald in Eigenregie

Mit Blick auf die infrastrukturelle Weiterentwicklung der Handelsleistung brachte Edeka Südbayern im Berichtsjahr gleich mehrere Mammut-Projekte auf den Weg. In Erding plant die Edeka Südbayern-Tochter Backstube Wünsche aktuell eine neue Betriebsstätte für rund 59 Millionen Euro. Der Startschuss für die Inbetriebnahme wird 2025 erfolgen. Derweil entstehen sowohl in Landsberg am Lech als auch im niederbayerischen Wallersdorf zwei hochmoderne Getränke-Logistik-Zentren. Geplant ist, beide Standorte in 2025 ans Netz gehen zu lassen. In Summe fließen während der etwa dreijährigen Bauphase rund 260 Millionen Euro in die zwei Logistik-Drehkreuze. Ziel von Edeka Südbayern ist es, mit den Neubauten erstmals eine autarke Getränke-Logistik aufzubauen. Das Gesamt-Investitionsvolumen des Jahres 2022 umfasste rund 143 Millionen Euro. Für das laufende Geschäftsjahr sind etwa 281 Millionen Euro geplant.

Weitere Trinkgut-Märkte in der Pipeline

Der gezielte Ausbau der Getränke-Logistik zahlt auch auf ein neues vertriebliches Wachstumsfeld ein: Mit dem Fachmarktkonzept Trinkgut beschreitet Edeka Südbayern im Getränke-Segment seit 2022 neue Wege. Vergangenes Jahr wurden in Ingolstadt und Krumbach die ersten beiden Filialen eröffnet. «Dank ihrer riesigen Auswahl inklusive vieler regionaler Produkte, Service-Leistungen wie der Vermietung von Party-Equipment sowie den attraktiven Verkaufspreisen behaupten sich unsere jungen Trinkgut-Märkte richtig gut», resümiert Claus Hollinger. Die nächsten Standorte stehen im gesamten südbayerischen Raum bereits in der Pipeline, so dass bis Jahresende 2023 die Marke von zehn Trinkgut-Getränke-Märkten erreicht wird. Pro Jahr sollen dann flächendeckend jeweils weitere zehn neue Getränkefachmärkte hinzukommen. «Sobald sich Trinkgut-Standorte lokal etabliert haben, werden wir sie Schritt für Schritt an Edeka-Kaufleute übergeben. Die Vermarktung von Getränken bietet ihnen zusätzliche Wachstums- und Differenzierungschancen im Wettbewerb», ist Hollinger überzeugt.

Existenzgründungen weiter gefragt

Im Jahr 2022 wurden vierundzwanzig bestehende Regiemärkte an selbstständige Kaufleute übertragen. Zwölf davon an Existenzgründer und zwölf weitere Supermärkte an Edeka-Unternehmer. Die Anzahl der Interessenten, die mit eigenen Super- und Verbrauchermärkten den Schritt in die Selbstständigkeit gehen möchten, bleibt hoch. Für das aktuelle Geschäftsjahr plant Edeka Südbayern mit insgesamt 30 Privatisierungen. Im Bereich der Flächenexpansion eröffnete das Unternehmen im vergangenen Jahr 21 neue Einzelhandelsstandorte. Außerdem wurden zehn Bestandsobjekte erweitert. Auf diese Weise entstanden in 2022 neue Verkaufsflächen von über 30.000 Quadratmetern.

Starke Entwicklung der Produktionstöchter

Die Energiekosten machten sich auch in der energie- und rohstoffintensiven Produktionssparte bemerkbar. Dennoch stellten sich die beiden großen Tochtergesellschaften von Edeka Südbayern 2022 flexibel auf die angespannte gesamtwirtschaftliche Lage ein und verzeichneten starke Umsatzzuwächse: Zusammen betrachtet legten die Südbayerische Fleischwaren GmbH und die Backstube Wünsche GmbH um 8,84 Prozent auf rund 574,4 Millionen Euro zu. Beide Unternehmen sicherten sich 2022 für ihr Produktangebot die Bundesehrenpreise des Bundesminis­teriums für Ernährung und Landwirtschaft (Fotos: Edeka).

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