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«Ecropolis»: Schmeckt Bio wirklich besser?

Göttingen. (gaug) Der Lehrstuhl für Agrarmarketing der Georg August Universität Göttingen ist unter Leitung von Prof. Dr. Achim Spiller am EU-Forschungsprojekt «Ecropolis» zur Geschmacksforschung an Bio-Lebensmitteln beteiligt. Der Frage, ob Bio wirklich besser schmeckt, widmen sich seit Februar Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen im Rahmen des EU-Forschungsprojekts Ecropolis. Die Forscher von der Uni Göttingen widmen sich den Geschmackserwartungen der Verbraucher. Sie werden in den nächsten drei Jahren Befragungen und Geschmacksprüfungen durchführen. Herstellung und Handel von Bio-Lebensmittel haben sich bislang in erster Linie auf rein lebensmitteltechnologische Erkenntnisse gestützt. Da aber der Geschmack von Lebensmitteln für viele Kunden ein wichtiges Kaufkriterium darstellt, soll die Sensorik von Bioprodukten im Rahmen des Forschungsvorhabens unter die Lupe genommen werden. Dafür sollen unter anderem auch Backwaren von jeweils 300 Probanden in Frankreich, Italien, Niederlande, Polen, Schweiz und Deutschland mit Blick auf Geruch, Geschmack und Aussehen bewertet werden. Die Ergebnisse sollen dann unter anderem in einer «Europäischen Geschmackslandkarte» Rückschlüsse darüber zulassen, welche sensorischen Eigenschaften eine Rolle für die Konsumenten der verschiedenen Länder spielen. Das Projekt Ecropolis wird vom Schweizerischen Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) koordiniert und von der EU-Kommission mit insgesamt 2,1 Millionen Euro gefördert. Davon entfallen rund 213’000 Euro auf die Uni Göttingen.