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Echter Mehrwert: Cloud Computing mit Marvin

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Kronau. (eb) Geschäftsprozesse in die Cloud zu verlegen, ist nicht wirklich neu. Nachdem die ersten Branchen um 2005 herum die Vorteile des Cloud Computings erkannten, entwickelte sich schnell ein Trend hin zu on Line basierten Speicher- und Serverdiensten. Nebenbei krempelte Cloud Computing ganze Geschäftsmodelle um und krempelt noch. Andererseits gibt es keine Branche, keinen Dienstleister, keinen Produzenten, der heute noch ernsthaft die Umbrüche, Vor- und Nachteile ignorieren könnte, die sich aus der Nutzung digitaler Infrastrukturen ergeben.

Keine Frage: Die Zukunft ist digital

Fast jeder Kühlschrank hat heute seine eigene IP-Adresse. Finanzamt und Steuerberater fragen kaum mehr nach, ob und wie sich Unternehmen in ihrem Netzwerk eingerichtet haben und an das nächstgrößere ankoppeln. Schnittstellen, Zertifizierungen und gesetzliche Vorgaben sind dabei, die digitale Welt immer enger zu knüpfen. Die Zukunft ist digital und verzeiht ein Innehalten nur schlecht. Die Dynamik des Umbruchs ist zum Greifen nah und bricht sich Bahn beim Etablieren neuer Mainstreams.

Grundvoraussetzung für die Inanspruchnahme und Verbreitung von Cloud Computing sind allerdings schnelle Breitbandverbindungen, die uns vergessen lassen, ob Daten lokal auf einem PC oder einem entfernten Server gespeichert sind. Hier hat die bundesdeutsche Politik im internationalen Vergleich leider eklatante Versäumnisse zugelassen, von denen wir hoffen, dass sie möglichst bald korrigiert werden.

Cloud Computing in der Wirtschaft

Cloud Computing lässt sich von verschiedenen Standpunkten aus betrachten und an ebensolchen Bedarfen zusammenfassen. Am besten, weil unabhängig (… leider auch ein bisschen veraltet), gelingt das dem Aufsatz über Cloud Computing bei Wikipedia. Das ist einerseits ein Rundumschlag von A bis Z. Andererseits lassen sich hier viele Begriffsbestimmungen nachlesen, die uns auch in der Bäckerbranche zunehmend begegnen werden.

Ein wichtiges Detail mit Blick auf «Cloud Computing in der Wirtschaft» (CCidW): Hierbei handelt es sich in der Regel um so genannte SaaS-Modelle – Software as a Service. SaaS wird manchmal auch als Software on Demand bezeichnet – Software bei Bedarf.

Der Vorteil für Unternehmen liegt auf der Hand: Cloud Computing verlagert die Investition für Anwendungsprogramme auf den Anbieter der Dienste und eine der tatsächlichen Leistung entsprechenden Gebühr. Das erlaubt es, schwerfälligen Entscheidungsprozessen in Unternehmen mehr Dynamik zu verleihen – unabhängig von der Firmengröße.

Der Schutz sensibler Daten in der Cloud

Der weit überwiegende Teil der weltweit verfügbaren Cloud-Computing-Infrastruktur befindet sich in den USA. Für CCidW ist das problematisch, denn die Ablage oder Bearbeitung sensibler Daten auf einem Amazon-, Microsoft- oder Google-Server verletzt das Recht nach der hiesigen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).

Selbst wenn der Amazon-, Microsoft- oder Google-Server in Deutschland steht, ist dringend von seiner Nutzung abzuraten, denn: Unternehmen mit Sitz in den USA sind durch den Patriot Act gezwungen, auch Daten an US-amerikanische Behörden auszuliefern, die sich auf Servern im fremden Hoheitsgebiet befinden. Kurzum: Unternehmen, die sich für Cloud Computing und SaaS interessieren, sind gut beraten, nicht nur auf den Serverstandort Deutschland zu achten, sondern auch auf den Anbieter, der das Cloud-Computing-Management nach den hiesigen einschlägigen DSGVO-Bestimmungen garantieren kann. Gerichtsstand ist Deutschland.

Software als Dienstleistung und nur nach Bedarf

Die Software-Instanz, die Unternehmen modular und nach Bedarf kostengünstig in der Cloud anwenden können, ist nicht nur «die Software» oder «der Server». Vergleichbar mit einem WebPack, wie es WebAdmins vom Bau einer Website kennen, handelt es sich hierbei um so genannte Instanzen. Bildlich gesehen ist das ein großer Baum mit vielen Ästen und Blättern. Ein großer starker Server, der Lastspitzen abfangen kann und alle Module bereithält, die Anwender benötigen könnten. Eine definierte Zahl von Nutzer-Ästen, die ihre Server- und Software-Instanzen bearbeiten. Unzählige Software-Modul-Blätter, die an den Nutzer-Ästen ihren Dienst tun, nach Bedarf gegen eine geringe Gebühr aktiviert oder deaktiviert werden. Mit anderen Worten: Eine Cloud-Anwendung im SaaS-Modell ist in der Regel an folgenden Merkmalen zu erkennen:

  • Das Design ist modular, kundenfreundlich und serviceorientiert.
  • Nutzungsintensität und Nutzerzahl gehen nicht zulasten von Sicherheit und Komfort.
  • Die mandantenfähige Anwendung ist dynamisch, Kapazitätsspitzen werden verteilt.
  • Cloud-Dienstleistungen können kurzfristig angepasst werden.
  • Die Steuerung und Administration der Dienste erfolgt durch den Nutzer via Web-Interface selbst.

Ausgereifte Übertragungsprotokolle, wie zum Beispiel die SSL/TLS-Verschlüsselung (die auch beim Onlinebanking Verwendung findet), sichern den Datenverkehr zwischen lokalem Client und entferntem Server professionell ab.

Klassisches Cloud Computing mit Marvin

Durch ihren modularen Aufbau und die vorhandenen Editionen hat die Bäckerei-Software Marvin seit Jahren die besten Voraussetzungen, um als «Software as a Service» ganz nach Bedarf als klassisches Cloud-Computing Karriere zu machen. Wie Sie wissen, richtet sich das neue Modul «Marvin-Web-Interface» hauptsächlich an Unternehmen, die ihre statische Marvin-Edition auf ihrem Firmenserver pflegen, den Zugang aber flexibilisieren wollen (siehe WebBaecker vom 15. Februar 2019). Die Marvin-Cloud richtet sich dagegen an Unternehmen, die einen anderen Zugang zu Effizienz und nachhaltiger Nutzung von IT-Systemen haben. Zum Beispiel könnten gerade kleinere Unternehmen von einer Auslagerung profitieren, zumal die technische Administration entfällt. Kurzfristige Anpassungen an eine andere Auftragslage sind im Nu realisiert. Dank der Flexibilität und der Skalierbarkeit der Marvin-Cloud ist die Bereitstellung benötigter Ressourcen deutlich günstiger und einfacher zu handhaben, als es statische Systeme bieten könnten. Weitere Vorteile ergeben sich durch das geringe (Versuch und Irrtum) Risiko und den geringeren Investitionsbedarf. Sprechen Sie mit Ihrem Goecom Fachberater während der Internorga vom 15. bis 19. März in Hamburg – Stand B6|517 (Foto: pixabay.com).