Freitag, 3. Dezember 2021

E-Offensive: Penny und Rewe-Märkte erhalten 6’000 Ladepunkte

Köln. (rg) Die Rewe Gruppe hat mit EnBW und Shell eine strategische Partnerschaft geschlossen. Ziel ist es, eines der größten und modernsten Schnellladesäulen-Netze in Deutschland aufzubauen. Bis Ende 2024 sollen insgesamt an mindestens 400 ausgewählten Eigenobjekten (Rewe und Penny) und zusätzlichen Mietobjekten bis zu 2.000 Schnellladepunkte hinzukommen. Im gleichen Zeitraum strebt die Rewe Group an, an bestehenden Mietobjekten sowie Neubauten bis zu 4.000 weitere Ladepunkte zu errichten. Derzeit verfügen in Deutschland 130 Märkte über eine Ladeinfrastruktur. Mit den bereits bestehenden Ladepunkten umfasst das Netz Ende 2024 voraussichtlich weit mehr als 6.000 Ladepunkte.

Mit den Partnerschaften wächst das Netz der Rewe Group damit deutlich. Derzeit gibt es in Deutschland rund 26.000 Ladesäulen für Elektro-PKW, davon werden rund zehn Prozent vom Handel bereitgestellt. Laut Kraftfahrbundesamt gab es Ende Oktober 2021 in Deutschland rund 1,1 Millionen Elektro-Pkw. Dem Angebot an Ladesäulen kommt damit eine zunehmend strategische Bedeutung zu. Je nach Infrastruktur und E-Fahrzeug kann in fünf Minuten Strom für 100 Kilometer Reichweite geladen werden.

«Die Rewe Group hat unlängst verkündet, auf Unternehmensebene bis 2040 klimaneutral zu sein. Ein sehr ambitioniertes Ziel. Zumal wir bereits bis 2030 unsere Treibhausgas-Emissionen gegenüber 2019 um 30 Prozent verringern werden. Dabei spielt die E-Mobilität auch bei uns im Unternehmen, zum Beispiel bei Dienstwagen, eine zentrale Rolle. Mit dem massiven Ausbau der E-Schnellladesäulen-Infrastruktur wollen wir nun auch unseren Kunden gezielt die E-Mobilität erleichtern. Denn nur wenn wir als Gesellschaft in allen Lebensbereichen maximale Anstrengungen unternehmen, werden wir den Klimawandel stoppen. Dank unserer beiden starken Partner Shell und EnBW haben wir hochmoderne Schnellladesäulen, mit denen unsere Kunden ihre Elektrofahrzeuge bequem beim Einkauf laden können. Ich bin davon überzeugt, dass dies genau der richtige Weg ist, um die Verbreitung der Elektrofahrzeuge weiter zu beschleunigen. Denn bei Umfragen sahen 2020 rund 70 Prozent der Befragten in den fehlenden Ladesäulen einen bedeutenden Grund, der gegen die Anschaffung eines Elektroautos spricht», sagt Telerik Schischmanow, Bereichsvorstand der Rewe Group. Das werde sich auch dank solcher strategischen Partnerschaften auf Sicht ändern, ist Schischmanow überzeugt.

Linda van Schaik, Chefin des Shell Tankstellengeschäfts in Deutschland, Österreich und der Schweiz sagte: «Die Ansprüche der Kunden mit Elektrofahrzeug werden unterschiedlich sein. Der eine hat eine Lademöglichkeit in seiner Garage, der nächste lädt während der Arbeit, an der Straßenlaterne, auf einem Parkplatz oder an einer Ultraschnellladesäule bei uns auf der Tankstelle. Wir wollen der Partner der Wahl sein und es dem Kunden dadurch erleichtern, auf ein batterieelektrisches Fahrzeug umzusteigen, weil er laden kann, wann immer und wo immer er es will.»

«In den vergangenen Jahren hat die EnBW das größte Schnellladenetz Deutschlands aufgebaut. Mit dieser Expertise sind wir ein starker und verlässlicher Partner für Rewe und gemeinsam bringen wir die Elektromobilität in diesem Land weiter voran,» ergänzt Timo Sillober, der als Chief Sales + Operations Officer bei der EnBW die Elektromobilitätsaktivitäten verantwortet. «Wir wollen Elektromobilität einfach in den Alltag unserer Kunden integrieren. Nirgendwo zeigt sich das besser als beim Einkaufen: Ich fahre auf den Supermarktparkplatz, schließe mein Auto am Schnelllader an. Nach einem kurzen Einkauf von 20 bis 30 Minuten komme ich zurück zu meinem aufgeladenen Fahrzeug, mit ausreichend Ladung für die nächsten ein bis zwei Wochen. Deswegen setzen wir als EnBW neben dem Aufbau eigener Ladeparks in Innenstädten und entlang von Autobahnen stark auf Kooperationen mit dem Einzelhandel.»