Montag, 25. Januar 2021
20170218-E-COMMERCE

E-Commerce: Lebensmittel-Onlinehandel wächst weiter

Berlin. (bevh) Die aktuellen Zahlen für das 1. Quartal 2018 bestätigen weiterhin einen deutlichen Wachstumskurs im interaktiven Handel. Der Onlinehandel als starker Wachstumstreiber des Handels legt weiterhin an Geschwindigkeit mit einem Plus um 10,6 Prozent im Vergleich zum 1. Quartal 2017 zu.

Die Kauflaune der Kunden brachte dem Onlinehandel zwischen Januar und März 2018 14’603 Millionen Euro inklusive Umsatzsteuer (Q1/2017: 13’209 Millionen Euro inklusive Umsatzsteuer) Brutto-Umsatz. Tage wie der Valentinstag zeigen, dass extra für diesen Tag gern gekaufte Ware immer öfter auch im Internet erworben wird. Im 1. Quartal 2018 lag das Wachstum für den Bereich Schmuck und Uhren bei 34,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr und erwirtschaftete einen Online-Umsatz von 237 Millionen Euro inklusive Umsatzsteuer (Q1/2017: 176 Millionen Euro inklusive Umsatzsteuer).

  • Warengruppen-Cluster «Freizeit» (DIY / Blumen, Spielwaren, Auto / Motorrad / Zubehör, Hobby / Freizeitartikel): Der gesamte Online-Umsatz des Warengruppen-Clusters stieg im 1. Quartal 2018 auf 1’691 Millionen Euro inklusive Umsatzsteuer (Q1/2017: 1’540 Millionen Euro inklusive Umsatzsteuer) um insgesamt 9,8 Prozent.
  • Warengruppen-Cluster «Einrichtung» (Möbel / Lampen / Deko, Haus- / Heimtextilien, Haushaltswaren / -geräte): In der Kategorie Möbel, Lampen und Dekoration zeigte sich das größte Wachstumspotential. Hier stieg der Online-Umsatz im 1. Quartal 2018 um 13 Prozent auf 1’046 Millionen Euro inklusive Umsatzsteuer (Q1/2017: 926 Millionen Euro inklusive Umsatzsteuer).
  • Warengruppen-Cluster «Bekleidung inklusive Schuhe»: Im 1. Quartal 2018 lag das Wachstum für den Bereich Schuhe bei 11,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr und erwirtschaftete einen Online-Umsatz von 970 Millionen Euro inklusive Umsatzsteuer (Q1/2017: 871 Millionen Euro inklusive Umsatzsteuer). Auch Bekleidung ist nach wie vor bei deutschen Verbrauchern sehr beliebt. 6,1 Prozent Wachstum gegenüber dem Vorjahr zeigen dies. Der entsprechende Umsatz erhöhte sich auf 2’743 Millionen Euro inklusive Umsatzsteuer (Q1/2017: 2’585 Millionen Euro inklusive Umsatzsteuer).
  • Warengruppen-Cluster «Täglicher Bedarf» (Lebensmittel, Drogerie, Tierbedarf): Das Gesamtvolumen des Warengruppen-Cluster «Täglicher Bedarf» stieg über das Internet um insgesamt 14,5 Prozent mit einem Gesamtumsatz von 926 Millionen Euro inklusive Umsatzsteuer (Q1/2017: 809 Millionen Euro inklusive Umsatzsteuer). Allein der Umsatz bei Tierbedarf hat sich gegenüber dem Vorjahr um 21,7 Prozent gesteigert. Der Bereich Lebensmittel stieg gegenüber Vorjahr um 16,1 Prozent mit einem Online-Umsatz von 234 Millionen Euro inklusive Umsatzsteuer (Q1/2017: 201 Millionen Euro inklusive Umsatzsteuer).
  • Warengruppen-Cluster «Unterhaltung» (Bücher / Ebooks / Hörbücher, Bild- / Tonträger, Computer / Zubehör / Spiele / Software inklusive Downloads, Elektronikartikel / Telekommunikation): Die Umsätze für die Warengruppe Computer, Zubehör und Spiele wuchsen online im 1. Quartal 2018 um 11,4 Prozent und beliefen sich auf 1’160 Millionen Euro inklusive Umsatzsteuer (Q1/2017: 1’041 Millionen Euro inklusive Umsatzsteuer). Der Bereich Elektronikartikel und Telekommunikation wuchs online um deutliche 13,7 Prozent und verzeichnete einen Umsatz von 2’606 Millionen Euro inklusive Umsatzsteuer (Q1/2017: 2’292 Millionen Euro inklusive Umsatzsteuer). Die Online-Umsätze bei Büchern und E-Books stiegen um 2 Prozent und lagen bei 912 Millionen Euro inklusive Umsatzsteuer (Q1/2017: 894 Millionen Euro inklusive Umsatzsteuer).

Versendertypen im E-Commerce-Handel

Mit einem Wachstum von 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einem Umsatz von 6’908 Millionen Euro inklusive Umsatzsteuer (Q1/2017: 6’338 Millionen Euro inklusive Umsatzsteuer) besetzten die Online-Marktplätze wieder die Hälfte der Gesamtumsätze. Im 1. Quartal zogen die Multichannel-Versender weiter nach. Diese Kategorie wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 12,6 Prozent und erreichte einen Online-Umsatz von 5’123 Millionen Euro inklusive Umsatzsteuer (Q1/2017: 4’552 Millionen Euro inklusive Umsatzsteuer). Großes Wachstum verzeichneten die Apothekenversender. Mit einem Plus um 9,5 Prozent lagen die Umsätze bei 158 Millionen Euro inklusive Umsatzsteuer (Q1/2017: 144 Millionen Euro).

Im gesamten interaktiven Handel (Online- und klassischer Versandhandel) kauften im 1. Quartal 2018 die deutschen Verbraucher Waren für 15’335 Millionen Euro inklusive Umsatzsteuer (Q1/2017 14’050 Millionen Euro inklusive Umsatzsteuer). Daran hat der Onlinehandel einen Anteil von 95,2Prozent und konnte seine Durchdringung um 1,2Prozentpunkte zum Vorjahresquartal steigern. Die digitalen Dienstleistungen wie elektronische Tickets und Hotelbuchungen etc. verzeichnen einen Umsatz von 4’120 Millionen Euro inklusive Umsatzsteuer (Q1/2017: 4’129 Millionen Euro inklusive Umsatzsteuer) und damit ein Umsatzplus von 2 Prozent.

bevh-Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer: «E-Commerce boomt weiterhin und ist etablierter Einkaufsort für jeglichen Bedarf. Dabei unterscheiden sich Stadt- und Landbevölkerung nicht mehr im Online-Einkaufsverhalten. Deshalb profitiert der E-Commerce inzwischen in gleicher Weise von saisonalen Schwerpunkten wie der Einzelhandel. Nach Valentinstag und dem Vor-Ostergeschäft wird sich durch die kommende WM und die Musikfestivals einiges im Onlinehandel tun. Aufgrund unseres erfolgreichen bevh-Merchandisetags im Februar wissen wir, dass die Onlinehändler darauf gut vorbereitet sind. Von Fußballtrikots bis zu Konzert-Shirts liegen Merchandising-Artikel bereit und warten darauf, versendet zu werden».

Die Branche setzte online im Jahr 2017 im Privatkundengeschäft allein mit Waren über 58,4 Milliarden Euro um. Auf Basis der guten Geschäftsergebnisse des Jahres 2017 erwartet der bevh in diesem Jahr für den E-Commerce einen weiteren Zuwachs um 9,3 Prozent auf rund 63,9 Milliarden Euro (Foto: pixabay.com).