Samstag, 1. Oktober 2022

DVFG: Mit Autogas auch nach dem «Tankrabatt» günstig unterwegs

Berlin. (dvfg) Zum 31. August 2022 endet der «Tankrabatt». Aufgrund der hohen Benzinpreise rechnet sich die Umrüstung von Benzin auf Autogas (LPG) umso mehr. «Wer überlegt, sein Auto auf Autogas (LPG) umzurüsten, erhält mit dem Wegfall des «Tankrabatts» dafür nun ein zusätzliches Argument», sagt Markus Lau, Technikexperte beim Deutschen Verband Flüssiggas (DVFG). «Die Investition in die Umrüstung eines Kompakt-SUV von Benzin auf Autogas (LPG) amortisiert sich bereits nach etwa 3 Jahren vollständig – bei 20.000 gefahrenen Kilometern pro Jahr und Kosten für die Umrüstung von 2.500 Euro.» Ab diesem Zeitpunkt sparen Autofahrer (m/w/d) bei jedem Tanken durch die deutlich geringeren Preise des umweltfreundlichen Kraftstoffs. Mit regionalen Unterschieden gilt noch immer, dass Autogas (LPG) zwischen 40 und 50 Prozent günstiger ist als Benzin. Der ADAC hat auf seiner Website beispielhaft für 60 gängige Automodelle (PDF) berechnet, nach welcher Fahrtstrecke sich eine Umrüstung bezahlt macht.

Steigender Preisvorteil nach «Tankrabatt»-Ende macht Umrüstung noch attraktiver

Nach Wegfall des «Tankrabatts» dürfte der Preisvorteil von Autogas (LPG) gegenüber Benzin weiter steigen und sich dadurch eine Umrüstung noch früher rechnen. Denn ab dem 01. September 2022 wird auf Kraftstoffe wieder die reguläre Energiesteuer fällig. Das bedeutet:

  • Für Benzin steigt sie um 35,16 Cent je Liter (29,55 Cent/Liter plus 5,61 Cent/Liter Mehrwertsteuer),
  • für Autogas (LPG) nur um 15,07 Cent je Liter (12,66 Cent/Liter plus 2,41 Cent/Liter Mehrwertsteuer).

«Nicht nur der große Preisabstand zwischen Benzin und Autogas (LPG) macht für Vielfahrer (m/w/d) eine Umrüstung auf den emissionsarmen Kraftstoff sehr attraktiv. Auch im Energiekostenvergleich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz zeigt sich der Preisvorteil von Autogas (LPG). Im Segment Mittel- und Oberklasse sind Autofahrer mit den alternativen Kraftstoffen Strom und Autogas (LPG) am günstigsten unterwegs», sagt Lau. Autogas (LPG) ist nicht nur günstiger, sondern emittiert pro Energieeinheit im Vergleich zu Benzin 21 Prozent weniger CO2.

Steigende Zahl an Neuzulassungen und Umrüstungen

Schon 2021 hatten rund 19.000 zusätzliche Autofahrer die Vorteile von Autogas (LPG) erkannt und sind auf den kostengünstigen und umweltfreundlichen Kraftstoff umgestiegen. 2022 haben die Zahlen noch mal zugelegt. Der DVFG rechnet bis zum Jahresende mit einem Zuwachs zum Bestand (331.000 Autogas-Pkw) von insgesamt 25.000 umgerüsteten oder bereits ab Werk mit Autogasantrieb ausgestatteten Pkw.

Energieträger Flüssiggas

Flüssiggas (LPG) – nicht zu verwechseln mit verflüssigtem Erdgas (LNG, Methan) – besteht aus Propan, Butan und deren Gemischen und wird bereits unter geringem Druck flüssig. Der Energieträger verbrennt CO2-reduziert und schadstoffarm. Die erneuerbaren Varianten sind als biogenes Flüssiggas und als Dimethylether (rDME) verfügbar. Flüssiggas wird für Heiz- und Kühlzwecke, als Kraftstoff (Autogas), in Industrie und Landwirtschaft sowie im Freizeitbereich eingesetzt, weiß der Deutsche Verband Flüssiggas (DVFG) in Berlin (Foto: DVFG).

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