Samstag, 13. Juli 2024

DSGV: Immer mehr Menschen können nichts mehr sparen

Berlin. (dsgv) Jeder fünfte ist aktuell nicht mehr in der Lage, zu sparen – und diejenigen, die sparen, sorgen sich um die Inflation und die Entwertung ihres Geldes. Viele sind sich zudem unsicher, ob ihre finanzielle Planung für den Ruhestand ausreicht. Zu diesen Erkenntnissen kommt das Vermögensbarometer 2023, eine repräsentative Umfrage, die der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) veröffentlicht hat.

Die Erhebung zeigt, dass die Menschen in Deutschland die weltpolitische Großwetterlage spüren. «Viele brauchen im Moment einfach mehr Geld, um ihren Alltag zu bestreiten», sagte DSGV-Präsident Helmut Schleweis bei der Vorstellung des Vermögensbarometers 2023 in Berlin. 53 Prozent der Befragten wollen ihr Sparverhalten an die aktuelle Lage anpassen – gut jeder Fünfte plant, weniger zu sparen, auch zu Lasten der Altersvorsorge. Deshalb sei es jetzt wichtig, die Menschen zu beraten. Schleweis: «Wir müssen uns für jeden und jede einzelne auf die Suche nach einer passenden Vorsorgemöglichkeit machen».

Vor dem Hintergrund globaler Krisen, Inflation und hoher Energiekosten beschrieben 26 Prozent der Befragten ihre finanzielle Situation als «schlecht» oder «eher schlecht» – das sind vier Prozent mehr als im Vorjahr. Das heißt allerdings auch, dass es drei von vier Menschen hierzulande finanziell weiterhin besser oder gar sehr gut geht. Und: Die Hoffnung, dass es in den kommenden zwei Jahren noch besser wird, teilen mit 33 Prozent wieder mehr Menschen. Gerade unter den Jüngeren sei der Optimismus verbreitet.