Dienstag, 18. Januar 2022

DNP 2022: Stiftung vergibt Deutschen Nachhaltigkeitspreis

Bremerhaven. (eb) Was haben «Tegut Teo», ein Brita Wasserfilter und der H2O-Personenzug Coradia iLint von Alstom gemeinsam? Sie sind alle drei Träger des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2022 (DNP) in der Kategorie «Design». Natürlich gibt es noch weitere Preisträger, Kategorien und das hier ist eine subjektive Auswahl. Doch ist zum Beispiel «Teo» nicht nur rein theoretisch, sondern «ganz praktisch» ein Ort für soziales Miteinander. Auch die Armatur mit Wasserfilter von Brita ist ein Utensil, das «ganz praktisch» für eine Verbesserung der Trinkwasserqualität sorgen kann. Die ist in Deutschland zwar ganz ordentlich, doch weltweit nicht überall – was wiederum den Erfolg der Wasserfilter aus Taunusstein mit begründet. Aus der sporadischen redaktionellen Begleitung von Tegut Teo und Brita Wasserfiltern leitet der WebBaecker die Annahme ab, dass Leserinnen und Leser mit der folgenden Auswahl was anfangen können.

Stellt sich noch die Frage: Was macht der Zug hier? Der WebBaecker lässt sich gerne bei einem Anflug von Lokalpatriotismus ertappen. Denn die Region Bremerhaven und umzu ist weltweit führend in der Entwicklung von Wasserstofftechnologien – und wie sich deren Ergebnisse am besten in die Praxis umsetzen lassen. Die norddeutsche Tiefebene zwischen Weser und Elbe gilt als die (!) Wasserstoffregion Europas. Der Anstoß für die Entwicklung des weltweit ersten H2O-Personenzugs kam aus der Regionalpolitik zwischen Weser und Elbe. Die weltweit erste H2O-Tankstelle steht in Bremervörde. Die weltweit ersten in Serie gefertigten H2O-Personenzüge verkehren seit 2018 zwischen Bremervörde und Bremerhaven. Mehr als 200.000 Kilometer haben die Züge seither zurückgelegt und die Zuverlässigkeit ihres Brennstoffzellenantriebs eindrucksvoll unter Beweis gestellt. 2022 werden die Züge in den Regelbetrieb gehen und durch weitere H2O-Züge ergänzt, die die noch verbliebenen Dieselloks auf jenen Strecken ersetzen werden, auf denen eine Elektrifizierung nicht möglich ist. Kurzum: In der norddeutschen Tiefebene zwischen Weser und Elbe gibt es ziemlich klare Vorstellungen davon, was Wasserstofftechnologien in Zukunft leisten können. Außerdem gibt es den real existierenden H2O-Personenzug Coradia iLint von Alstom, der die Menschen nicht nur geografisch verbindet – sondern auch in der Gewissheit, dass die Region Entscheidendes beiträgt für eine Enkel-taugliche Zukunft.

Tegut Teo: Unbemannt kommt an

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Fulda. (tgg) «design for human nature» hat für Tegut Gruppe das Design-Konzept für einen begehbaren digitalisierten Verkaufsautomaten entwickelt. Tegut Teo («tegut… teo») ist in nur drei Stunden aufgebaut und schließt Versorgungslücken dort, wo kein Platz für einen klassischen Supermarkt ist. Auf 50 Quadratmetern Fläche liefert der freundliche und einladende Warenautomat alles, was man für die tägliche Komplettversorgung braucht, zum Großteil in Bio-Qualität. Das Besondere ist, dass er komplett ohne Personal auskommt und 24/7 zugänglich ist. Self-Checkout-Kassen und eine eigens entwickelte Bezahl-App machen das bargeldlose Einkaufen, das hierdurch praktisch im Vorbeigehen erfolgt, komfortabel. Die Gebäudekonstruktion besteht zu 95 Prozent aus Holz und hat ein biodiverses Gründach, was den dahinterstehenden ökologischen Anspruch nachvollziehbar widerspiegelt. Ein interessantes Konzept, das Menschen die Möglichkeit zurückgibt, gesunde Lebensmittel zu Fuß oder per Rad einzukaufen und damit dem Rückzug von Lebensmittelversorgern aus urbanen und ländlichen Wohngebieten entgegenwirkt. Mit Angeboten für ein soziales Miteinander, wie einem Büchertauschregal und Fahrrad-Reparatur-Kits, füllt «design for human nature» die Vision von Tegut, sich als guter, stets erreichbarer Nachbar mit gesellschaftlicher Verantwortung zu positionieren, mit Leben (Foto: Tegut).

Brita: Drei-Wege Küchenarmatur mit Filter mypure

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Taunusstein. (brita) Trinkwasser aus der Leitung vermeidet Plastikmüll, schont Ressourcen und hilft CO2-Emissionen zu reduzieren. Brita bietet hierfür bereits seit vielen Jahren Filtersysteme in Kannen. Wesentlich komfortabler geht es jetzt mit der Brita 3-Wege Küchenarmatur, die durch eine unter der Spüle verborgene Wechselkartusche mit Kapazitäten von 1.200 bis zu 4.000 Litern frisch gefiltertes Wasser komfortabel direkt aus dem Hahn liefert. Verbrauchte Kartuschen werden von Brita zurückgenommen und in einer unternehmenseigenen Anlage recycelt. Dank einer separat in die Armatur integrierten Leitung kann man zwischen gefiltertem und ungefiltertem Wasser wählen, zum Beispiel zum Abwaschen. Dass die aus hochwertigen Materialien hergestellte Armatur auch ästhetisch überzeugt, ist ein weiteres Argument, das für diese Lösung spricht. Mit seinen Produkten leistet Brita einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Um zu zeigen, wie hoch der Einfluss auf die Umwelt ist, hat das Unternehmen ermittelt, wie viele Flaschen Wasser durch die Nutzung seiner Filtersysteme vermieden werden und kam allein für 2020 auf über vier Milliarden Flaschen. Aneinandergereiht eine Kette, die 35 mal um die Erde reicht (Foto: Brita).

Alstom: Die weltweit erste H2O-Tankstelle steht in Bremervörde

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Salzgitter. (eb) Alstom hat für seinen revolutionären Coradia iLint, den weltweit ersten in Serie gefertigten Personenzug mit Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb, den Deutschen Nachhaltigkeitspreis (DNP) in der Kategorie Design gewonnen. Einer Initiative der niedersächsischen Landesregierung ist die Entwicklung des Zugs zu verdanken. Deshalb ist die weltweit erste H2O-Tankstelle für Personenzüge nirgendwo anders als in Bremervörde zu finden. Mehr als 200.000 Kilometer haben die Testzüge seither zurückgelegt. 2022 werden sie in den Regelbetrieb gehen und verbliebene Dieselloks ersetzen. Mit diesem Konzept setzte sich Alstom beim DNP gegen 81 Mitbewerber aus Wirtschaft, Kommunen und Forschung durch (Foto: Alstom).

Der DNP Design prämiert gestalterische, technische und soziale Lösungen, die im Sinn der Transformation zu nachhaltigen Produkten, Produktions- und Konsumsystemen beziehungsweise Lebensstilen besonders wirksam sind. Die Jury für die Kategorie Design vereint unter anderem Fachleute aus Nachhaltigkeit, Forschung, Design, Kunst- und Agenturwelt sowie Politik. Die Jury bewertet Produkte, Dienstleistungen und Systeme, die in Einklang mit der Agenda 2030 der Vereinten Nationen stehen.

Bildnachweise: Titelfoto Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis – Video Wirtschaftsförderung Bremerhaven über Youtube – Textfotos Tegut, Brita, Alstom.