11. August 2020

Deutsche konsumieren weniger pflanzliche Öle und Fette

Bonn. (ble) Das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) hat die neue Versorgungsbilanz für Öle und Fette veröffentlicht. Demnach wurden 2019 in Deutschland weniger pflanzliche Öle als Lebensmittel verwendet, berichtet die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).

Nach vorläufigen Berechnungen lag die Verwendung von pflanzlichen Ölen und Fetten im Jahr 2019 in Deutschland insgesamt bei 5,5 Millionen Tonnen. Damit ist der Verbrauch insgesamt im Vergleich zum Vorjahr (5,3 Millionen Tonnen) nahezu unverändert geblieben.

Davon wurden 2019 gut 3,0 Millionen Tonnen (56,4 Prozent) industriell verwertet. 1,5 Millionen Tonnen (28,3 Prozent) dienten als Nahrung und 0,5 Millionen Tonnen (8,8 Prozent) als Tierfutter.

Der industrielle Verbrauch hat sich demnach gegenüber dem Vorjahr erholt. Der Nahrungsverbrauch hingegen ist leicht rückläufig. Das trifft auch auf die Inlandsverwendung von Margarine und Speisefett und deren Herstellung zu. Die Ein- und Ausfuhrmengen haben sich auf einem geringen Niveau eingependelt.

Die Herstellung von Ölen und Fetten insgesamt ist im Jahr 2019 auf 4,5 Millionen Tonnen gefallen; das sind 46.000 Tonnen weniger als im Vorjahr. Dabei ist die Menge, die aus inländischen Ölsaaten stammt, auf 1,1 Millionen Tonnen gesunken.

Das entspricht einem Rückgang gegenüber dem Jahr 2018 um 24,5 Prozent. 2019 wurde in Deutschland weniger Raps geerntet. Der Mangel wurde nicht vollständig durch verstärkte Einfuhren von Ölsaaten ausgeglichen.

Die Einfuhren von Ölen und Fetten sind laut vorläufiger Außenhandelsdaten 2019 mit 3,3 Millionen Tonnen gegenüber dem Vorjahr um 3,2 Prozent zurückgegangen und auch die Ausfuhren sind gegenüber dem Vorjahr deutlich auf 2,3 Millionen Tonnen gesunken (-3,8 Prozent).

Im Jahr 2019 lag der Selbstversorgungsgrad von Ölen und Fetten nur noch bei 21 Prozent und damit sieben Prozentpunkte unter dem des Vorjahrs.