Freitag, 3. Dezember 2021

Delegiertentag 2021: Zentralverband stellt Weichen

Berlin. (zv) Auf der Jahrestagung 2021 des Zentralverbands zeigte sich das Bäckerhandwerk geschlossen und mit klaren Zielsetzungen für die Zukunft. In den kommenden Monaten stehen viele Herausforderungen an. Mit dem Ziel, eine starke und zukunftsfähige Standesvertretung für die Mitglieder zu gewährleisten, arbeitet der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV) intensiv, die Rahmenbedingungen für das Bäckerhandwerk zu verbessern.

Die vergangenen Monate waren für das Bäckerhandwerk eine herausfordernde Zeit: Die Corona-Pandemie hat vielen Betrieben herbe Einbußen beschert und die Branche hat erstmals seit Jahren ein Minus einstecken müssen. «Nun gilt es, nach vorne zu schauen und auf Wachstumskurs zu gehen», betont Verbandspräsident Michael Wippler. «Während der Pandemie haben sich die Stärken des Bäckerhandwerks gezeigt: Dezentral, regional und flexibel haben sie auf die neue Situation reagiert. Nun müssen politisch langfristig die Weichen gestellt werden, dass die Konjunktur wieder an Fahrt gewinnt.» Mit Blick auf die künftige Bundesregierung fordern der Zentralverband und seine Mitglieder daher eine konsequente mittelstandsfreundliche Politik. «Unsere Forderungen müssen sich im Koalitionsvertrag wiederfinden», bringt es ZV-Hauptgeschäftsführer Daniel Schneider auf den Punkt. «An oberster Stelle stehen dabei die konsequente Entbürokratisierung, ein flexibles Arbeitszeitgesetz und faire Wettbewerbsbedingungen für alle Wirtschaftsteilnehmer. Das ist die Voraussetzung für Wachstum und Wohlstand. Nur wenn die Wirtschaft floriert, wird das Geld für nötige Investitionen in Klimaschutz, Bildungspolitik und Sozialpolitik auch erwirtschaftet».

Wie schlagkräftig der Zentralverband und die Landesinnungsverbände sind, hat sich bei der Spendenaktion zugunsten der Flutopfer gezeigt. Der Spendenaufruf und die deutschlandweite Verkaufsaktion «Flutbrot» hatten eine enorme Resonanz. «Die Solidarität und der Zusammenhalt im Bäckerhandwerk waren überwältigend. Ich bin stolz darauf, dass wir binnen kürzester Zeit mehr als 1,75 Millionen Euro Spenden gesammelt haben», sagt Michael Wippler. In den kommenden Wochen sollen die Gelder an die betroffenen Bäcker ausgeschüttet werden.

Im Fokus der Jahrestagung stand auch die Arbeit der Werbegemeinschaft des Deutschen Bäckerhandwerks. Während der Corona-Pandemie stellte die Werbegemeinschaft den Betrieben umfassendes Werbematerial zur besseren Kundenansprache zur Verfügung. Diese Dienstleistungen stießen laut Geschäftsführerin Susanne Fauck auf enorme positive Resonanz.

Analog zum Vorjahr fand der ZV-Delegiertentag 2021 Corona-bedingt als Hybridveranstaltung in Berlin statt. Viele Delegierte nahmen an der Tagung auf digitalem Weg teil. Für die Nachfolge von Karl-Heinz Hoffmann wählte die Mitgliederversammlung einstimmig den bayerischen Landesinnungsmeister Heinrich Traublinger ins Präsidium. «Ich freue mich auf dieses spannende Ehrenamt und werde mich engagiert für das deutsche Bäckerhandwerk einsetzen», dankte Traublinger den Delegierten. Der Verband würdigte Karl-Heinz Hoffmann für die langjährigen Verdienste um das deutsche Bäckerhandwerk und ernannte ihn zum Ehrenmitglied des Zentralverbands. Zum neuen Vorstandsmitglied der Werbegemeinschaft des Deutschen Bäckerhandwerks wählten die Delegierten Stefan Strehle, Vorstandssprecher der Bäko Zentrale eG. Die Jahrestagung 2022 soll in Eisenach stattfinden.