Samstag, 22. Juni 2024

DBV-Überblick: Agrarmärkte im ruhigen Fahrwasser

Berlin. (dbv) Die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse entwickelten sich bereits Ende des Wirtschaftsjahres 2012/2013 rückläufig. Ursächlich hierfür waren die sich abzeichnenden weltweiten Rekordernten an Mais, Weizen und Soja. Mittlerweile gehen die Schätzungen des United States Department of Agriculture (USDA) von weltweiten Erntemengen in Höhe von 711 Millionen Tonnen Weizen (plus 55 Millionen Tonnen gegenüber Vorjahr) und 963 Millionen Tonnen Mais (plus 101 Millionen Tonnen gegenüber Vorjahr) aus. Damit ist trotz der weltweit gestiegenen Nachfrage nach Weizen und Mais jeweils von einer komfortablen Versorgungsbilanz und einem Aufbau von Lagerbeständen auszugehen. Hierzulande haben die guten Exportmöglichkeiten für Weizen, aber auch für Gerste und die geringere Körnermaisernte eine Preis-stützende Wirkung entfaltet und damit bisher stärkere Preisrückgänge verhindert – heißt es vom Bauernverband (DBV) mit Blick auf das gegenwärtige Marktgeschehen bei Getreide und Ölsaaten. Nach DBV-Einschätzung zeigt sich 2013 insgesamt – Milch, Schweine, Rinder, Geflügel, Eier, Getreide und Ölsaaten, Kartoffeln, Obst und Gemüse – für die Agrarmärkte als ein im Schnitt zufriedenstellendes Jahr. Allerdings dämpften, wie eingangs beschrieben, niedrigere Getreide- und Rapspreise nach der Ernte die aus Bauern-Sicht positiven Entwicklungen. Nach dem Konjunkturbarometer Agrar des DBV sind Stimmung und Investitions-Klima der deutschen Landwirte derzeit relativ positiv. Die Erwartungen für 2014 sind verhalten optimistisch.