Mittwoch, 8. Februar 2023
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copago: Wo werden Bäckereiketten in zehn Jahren stehen?

Stuttgart. (anm) «Wir haben uns gefragt: Wo werden Bäckereiketten in zehn Jahren stehen», sagt Dominik Skora, einer der zwei Geschäftsführer der copago GmbH + Co. KG aus Oberhausen. Ein Blick auf die Fastfoodketten gab die Richtung vor: Kundenbindung per App. Und ein Workshop mit zehn großen Filialbäckereien aus Deutschland präzisierte das Projekt. Auf der Südback 2019 stellten Skora, sein Kollege Karl-Heinz Faulhaber und das copago-Team ihre Bäcker-App zur Kundenbindung vor: get2go.

Dass sie auf großes Interesse stieß, freut Skora: «In der heutigen Zeit wird es immer wichtiger, einen Kunden persönlich zu erreichen – auch, wenn er gerade nicht anwesend ist.» Große Fastfoodketten haben es in den vergangenen Jahren vorgemacht: McDonalds, Burger King, Subway oder Nordsee – sie alle bieten Kunden-Apps und schaffen damit neue Berührungspunkte zu ihren Kunden.

Eindrücke vom Messerundgang

Immer gut zu tun: Mit «get2go» hatte copago zweifellos den Nerv der Fachbesucher getroffen…

Acht verschiedene Bausteine umfasst die App von copago. «Es ist ein Baukastenprinzip und wird ganz individuell auf die einzelnen Bedürfnisse und Wünsche angepasst», erläutert der Kassen- und IT-Experte Skora.

Ganz klassisch enthält get2go eine Kundenkarte, mit der der Kunde Punkte sammeln und Transaktionen übersichtlich nachvollziehen kann. «Die analogen Brotstempelkarten bieten Unternehmen keinen Mehrwert, denn sie enthalten keine weiteren Informationen über den Kunden», sagt Skora.

Um Kunden weiter an sich zu binden, können über die App Coupons verschickt werden. Das geht ganz allgemein mit Coupons an alle App-Nutzer. Besonders interessant ist aber auch die Möglichkeit, persönliche Coupons zu versenden. «Wenn Kunden beispielsweise lange nicht da waren, kann das System ihnen einen Gutschein für eine Tasse Kaffee gratis schicken. Wer besondere Vorlieben hat, bekommt Gutscheine für die bestimmten Produkte, die er bevorzugt», erläutert der copago-Geschäftsführer. Die nötigen Informationen über Kundenpräferenzen liefert die App aus den Profilinformationen. Jedes Unternehmen hinterlegt zentral, zu welchen Anlässen welche individuellen Coupons verschickt werden sollen.

Ein weiteres wichtiges Marketing-Instrument sind die Push-Mitteilungen. «Damit erreichen Sie Kunden, die schon länger nicht mehr bei Ihnen waren oder deren Lieblingsbrot derzeit im Angebot ist. Überraschen Sie Ihren Kunden zum Beispiel an seinem Geburtstag mit einer Einladung zu einem Stück Geburtstagskuchen», wirbt Skora.

Darüber hinaus ist Vorbestellen mit get2go ebenso möglich wie Bestellen am Platz im Bäckereicafé, und auch das Bezahlen kann über die App erfolgen. Ein weiterer Baustein sind die Produktinformationen zu Zusatzstoffen, Nährwerten und möglichen Allergenen. «Der Kunde kann Filter in seinem Profil hinterlegen, sodass er gezielt nur noch die für ihn interessanten Produkte sieht», erläutert Skora.

Mit dem Tool «Bewertung» haben die Kunden die Möglichkeit, verschiedene Aspekte zu ihrem Einkauf über die App zu benoten. Das eröffnet dem Unternehmen die Chance, ihren Service auszubauen und zu verbessern. Der letzte Baustein im get2go-System ist der digitale Bon. Kunden können ihn auf ihre App erhalten und somit entfällt die Pflicht, ihn auszudrucken. «Das ist im Hinblick auf die Bondruck-Pflicht ab 2020 interessant», weiß Skora.

Die App bedient sich verschiedener Designs und Funktionen nach dem Baukastenprinzip und wird so ganz individuell auf die einzelnen Bedürfnisse und Wünsche angepasst. Jedes Unternehmen wählt seine Schrift, Farbgebung und Logos und pflegt eigene Inhalte und Bilder ein. «Wir als copago treten gar nicht in Erscheinung», sagt Skora. get2go kann an viele Kassensysteme angebunden werden und lässt sich durch vorhandene Schnittstellen an zahlreiche unterschiedliche Warenwirtschaftssysteme und Backprogramme anknüpfen (Text: anm – Fotos: usp).

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