Samstag, 15. Juni 2024

Burger King: Yi-Ko muss Filialen sofort schließen (aktualisiert)

München. (div) Die Gefahr, dass das Verhalten der Yi-Ko Holding die Existenz der übrigen 599 Restaurants, 165 Franchisenehmer und 25.000 Mitarbeitenden in Deutschland gefährdet, hat wohl auch das Landgericht München gesehen und entsprechend entschieden: Auf Antrag von Burger King Europe (BKE) erging am Freitagnachmittag die einstweilige Verfügung, nach der dem größten Franchisenehmer der Burgerkette – Yi-Ko Holding mit 89 Restaurants und 3.000 Mitarbeitenden – ab sofort untersagt ist, von Burger King markenrechtlich geschützte Gegenstände zu nutzen. Dazu gehört natürlich das Logo, der Schriftzug, Schilder und Speisekarten ebenso wie die Dienstkleidung der Mitarbeitenden. Auch eine Restaurant-Einrichtung kann markenrechtlich geschützt sein. Ob das bei BKE der Fall ist, weiß die Redaktion nicht. Die Belieferung der Yi-Ko-Filialen hatte Burger King jedenfalls schon am Donnerstag eingestellt und den Zugang zum Orderprogramm gesperrt. Damit dürfte Yi-Ko nun am Ende sein. Experten sind sich einig, dass der ehemalige Yi-Ko-Geschäftsführer Ergün Yildiz alles dafür getan hat, um die Marke Burger King zu beschädigen. Nach den schwerwiegenden Missständen im Mai dieses Jahres musste er zwar zurücktreten, doch konnte sich sein Nachfolger oder Statthalter Dieter Stummel nicht gegen ihn durchsetzen. Yildiz funkte immer wieder dazwischen und verletzte vorsätzlich die Standards, zu deren Einhaltung er sich verpflichtet hatte. Burger King Europe (BKE) hatte am Mittwoch die Kündigung mit sofortiger Wirkung aller 89 Franchiseverträge mit der Yi-Ko Holding bekannt gegeben.

Hamburg. (26.11. /eb) Nicht einmal eine weitere Woche dauerte es, bis alle 89 Restaurants der Yi-Ko Holding geschlossen sind. 3.000 Mitarbeitende fühlen sich mehr oder weniger allein gelassen und BKE steht ob eines möglichen Management-Fehlers am Pranger: Warum 89 Restaurants an einen Franchisenehmer allein verkaufen, wo es doch sicher mehr Interessenten für eine gleichmäßigere Verteilung gegeben hätte? Sicher ist nach den jüngsten Vorfällen auch: Ein Franchisesystem ist immer nur so stark wie sein schwächstes Glied. Ja, selbst das Franchising an sich steht neuerdings in der Kritik. Burger King auf allen Kanälen und in allen Gazetten. Gesagt ist alles. Nicht nur die übrigen 599 Restaurants, 165 Franchisenehmer und 25.000 Mitarbeitenden der Burgerkette spüren die Nachwehen deutlich. Doch nicht nur die Marke Burger King ist massiv beschädigt: Auch andere große Marken im Außer-Haus-Verzehr sind in Zeiten, in denen die Margen gering sind und der Trend ohnehin zum «besseren Burger» oder Bäckersnack geht, zusätzlich in Mitleidenschaft gezogen.