Miami / US (eb) Schafft es Ihre Werbung in die Hauptnachrichten dann wissen Sie, dass Sie nicht viel falsch gemacht haben können. Im Gegenteil: Ihr Thema trifft den Nerv einer ganzen Nation. Wie oft Werbefachleuten das im Leben gelingt, lässt sich an einer Hand abzählen – wenn überhaupt. Der Schnellkostkette Burger King, hierzulande nicht gerade als «Early Bird» wahrgenommen, ist ein solcher Volltreffer nun gelungen mit ihrer jüngsten Kampagne.
Darin geht es um die Bewerbung eines Meilensteins: Burger King hat in den meisten Ländern Europas sowie in ausgewählten Märkten der Vereinigten Staaten Farben und Aromen aus künstlichen Quellen aus allen Kernmenü-Sandwiches und Beilagen entfernt. Zudem hat die Marke auch die Dickmacher MSG und Maissirup mit hohem Fruchtzuckergehalt aus allen Lebensmitteln entfernt.
Jetzt ist der «Whopper» in Nordamerika dran: «Burger King führt derzeit das Whopper-Sandwich ohne Konservierungs-, Farb- und Geschmacksstoffe aus künstlichen Quellen in den USA ein. Das Produkt ist schon in mehr als 400 Restaurants im Land erhältlich und wird über das Jahr alle Restaurants erreichen», sagt Christopher Finazzo von der Burger King Corporation, verantwortlich für den amerikanischen Markt.
Das Schöne an echtem Essen ist, dass es hässlich wird
Wie lässt sich ein solcher Meilenstein am besten kommunizieren? Anstatt das Produkt im klassischen Sinn makellos und perfekt fotografiert zu präsentieren, wie es zur Präsentation von Fast-Food-Produkten sonst üblich ist, lässt Burger King den neuen Whopper einfach verrotten, um damit eine starke Aussage zu machen: Das Schöne an echtem Essen ist, dass es irgendwann hässlich wird.
Vom Brötchen über die frisch geschnittenen Zwiebeln, Tomaten und den Salat bis hin zum Patty aus 100 Prozent Rindfleisch – die auffälligen Bilder zeigen den echten Schimmel, wie er auf jedem Stück des bekannten Burgers wächst. Der Zeitraffer im Video verweist auf die Zahl der Tage, die seit der Zubereitung des Sandwichs vergangen sind, und eine Zeile lautet: «Die Schönheit ohne künstliche Konservierungsstoffe».
Das beeindruckende Video auf Youtube
«In den Burger King-Restaurants glauben wir, dass echtes Essen besser schmeckt. Deshalb arbeiten wir hart daran, Konservierungs-, Farb- und Aromastoffe aus künstlichen Quellen aus den Lebensmitteln zu entfernen, die wir in allen Ländern der Welt servieren», sagt Fernando Machado, Global Chief Marketing Officer von Restaurant Brands International.
Über Burger King
Die Schnellkostkette definiert sich längst nicht mehr «nur» als weltweite Nummer 2 unter den Burgerketten. Nachdem 2013/2014 die frühere Burger King Worldwide Inc. in die neue Restaurant Brands International Inc. (RBI) integriert wurde und von Miami (Florida) nach Oakville (Kanada) zog, hat sich zugunsten der Franchisekette viel verändert. Marketing und Markenpflege wurden überarbeitet und aufgefrischt. Sechs Jahre kanadisches Exil reichten aus, um der Kette ein zeitgemäßes Image und der Werbung mehr Pepp zu verleihen. 1954 gegründet, zählt Burger King heute gut 15.000 Standorte in etwa 100 Ländern der Welt. Nahezu 100 Prozent der Restaurants befinden sich im Besitz der Franchisenehmer. Viele davon sind Familienbetriebe, die seit Jahrzehnten im Geschäft sind. Im Geschäftsjahr 2019 konnte Burger King systemweit über acht Prozent zulegen. Die Marke «Burger King» ist im Besitz von RBI, einem der weltweit größten Schnellrestaurantunternehmen mit einem systemweiten Umsatz von mehr als 27 Milliarden US-Dollar und über 23.000 Restaurants in mehr als 100 Ländern der Welt (Fotos: Burger King).
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