Mittwoch, 14. April 2021

Bundesrechnungshof bestätigt offenbar Kritik des Bäckerhandwerks an der Energiewende

Berlin. (zv) Der Bundesrechnungshof (BRH) kritisiert nach Angaben des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV) offenbar in ungewohnter Schärfe die Umsetzung der Energiewende. Laut Medienberichten wird demnach vor allem der unzureichende Überblick der Bundesregierung über die finanziellen Auswirkungen der Energiewende angemahnt. Die Versorgungssicherheit und die Bezahlbarkeit seien nicht ausreichend konkretisiert, bewertet und quantifiziert worden.

Der Zentralverband hat in der Vergangenheit bereits mehrfach auf die enorme, immer weiter steigende Kostenbelastung durch die Energiewende hingewiesen und Verbandspräsident Michael Wippler hatte jüngst klargestellt: «Die EEG-Umlage hat mit 6,88 Cent je Kilowattstunde die Schmerzgrenze endgültig überschritten».

Der Zentralverband sieht somit seine langjährige Forderung nach einer gerechten und bezahlbaren Energiewende durch den BRH bestätigt. «Die nächste EEG-Reform muss dringend kurzfristig eingeleitet werden und eine reale, spürbare Kostenentlastung für Privathaushalte und Unternehmen mit sich bringen. Ebenso sollte endlich die staatlich verursachte Wettbewerbsverzerrung durch die Befreiung der Backindustrie von der EEG-Umlage aufgehoben werden», erklärt Präsident Michael Wippler.

Nachtrag: Im Sommer 2016 hatte sich der Verband Deutscher Großbäckereien (VDG) in Person seines Hauptgeschäftsführers deutlich gegen die Behauptung gewehrt, Großbäckereien wären von der EEG-Umlage befreit. Falsche Behauptungen würden auch durch Wiederholung nicht richtig, sagte Armin Juncker Ende August. Ein simpler Blick auf die Fakten reiche aus, um die Behauptung als heiße Luft zu entlarven.