Mittwoch, 28. September 2022
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Brot-Brücke Ukraine: Die ersten 8000 Brote sind angekommen

Berlin. (eb) Schon Anfang März hatte das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) eine Koordinierungsstelle für Lebensmittelhilfen der deutschen Ernährungswirtschaft in die Ukraine eingerichtet. Seither wird die Stelle von Handwerk und Industrie rege genutzt, um Hilfsgüter gezielt und bedarfsgerecht ins Kriegsgebiet zu schaffen. Die Hilfsbereitschaft ist beeindruckend.

Ab dem ersten Kriegstag haben auch viele Unternehmen aus der ökologischen Lebensmittelwirtschaft Spenden angeboten, berichtet das BMEL. Weil die Koordinierungsstelle zunächst nur Unternehmen mit eigener Logistikinfrastruktur koordinieren konnte, wurde als Ergänzung zur Koordinierungsstelle von Initiatoren aus der Biobranche das Spendenportal Deine-Ukraine-Hilfe als Anlaufpunkt für Lebensmittelhilfen aufgenommen. Anfragen und Spendenangebote aus der Biobranche können sowohl an die Koordinierungsstelle als auch direkt an den Ansprechpartner des Spendenportals Deine-Ukraine-Hilfe gestellt werden. Kontakt: Sebastian von Eltz, E-Mail: info@lebensmittelhilfe-ukraine.de.

Die Koordinierungsstelle ermöglichte außerdem mit der gemeinnützigen Gesellschaft Atelier Ernährungswende gUG zusammen mit dem Berufsverband Die Freien Bäcker und der DB Cargo AG im Rahmen der Initiative Brot-Brücke Ukraine erste Brotlieferungen in die Ukraine.

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Hierzu schreiben die Initiatoren: Damit das Grundnahrungsmittel verlässlich die notleidenden und hungernden Menschen in der Ukraine erreicht, organisiert die gemeinnützige Gesellschaft Atelier Ernährungswende zusammen mit dem Berufsverband Die Freien Bäcker eine schnelle, effiziente und anhaltende Versorgung der betroffenen Gebiete in der Ukraine mit Brot. Handwerkliche Bäckereien backen in Sonderschichten Brot mit hohem Sättigungswert und langer Frischhaltung, das von zentralen Sammelpunkten in Deutschland in die Ukraine transportiert und dort verteilt wird.

Unter dem Titel Brot-Brücke Ukraine wird diese Lebensmittelhilfe in enger Abstimmung und in Kooperation mit der Koordinierungsstelle des BMEL und dem Projekt Agritrade Ukraine organisiert.

Die Brotlieferungen werden zeitlich und logistisch gebündelt und in kürzester Zeit von staatlichen Stellen in der Ukraine in die notleidenden Regionen transportiert. Gewünscht sind Einheiten von 280 Broten aufwärts – 280 Brote entsprechen einer Palette. Kleinere Mengen würde aktuell noch die Logistik überfordern. Die ersten 8.000 Brote von zwölf Bäckereien gingen Ende März auf den Weg. Auf der Strecke von Düsseldorf nach Berlin wurden 22 Paletten Brot verladen und sofort weiter transportiert.

«Die verlässliche Ankunft der Brote ist selbstverständlich auch für die beteiligten Bäckereien von großer Bedeutung und wird von der Koordinierungsstelle in Zusammenarbeit mit den ukrainischen Partnern bestmöglich sichergestellt», sagt Anke Kähler von den Freien Bäckern.

Damit die Aktion kein Strohfeuer ist, sondern eine belastbare Brot-Brücke für die Dauer der Not, benötigen die teilnehmenden Betriebe Unterstützung. Um die Langfristigkeit der Hilfe zu sichern, sollen den beteiligten Bäckereien die Kosten für Getreide oder Mehl, Energie für die Öfen und für Verpackungen erstattet werden – zumal die steigenden Getreide- und Energiepreise sie aktuell selbst treffen. Weitere Details finden Interessenten unter der Adresse brot-bruecke-ukraine.eu (Fotos: Die Freien Bäcker).

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