Freitag, 3. Dezember 2021

Brenntag SE: Rohertrag steigt im 3. Quartal um 23 Prozent

Essen / Ruhr. (bag) Die Brenntag SE, Weltmarktführerin in der Distribution von Chemikalien und Inhaltsstoffen, berichtet im dritten Quartal 2021 unter weiterhin außergewöhnlichen Marktbedingungen herausragende Ergebnisse. Beide globalen Geschäftsbereiche erzielen weiterhin starke Ergebnisse, wobei insbesondere Brenntag Specialties eine ausgezeichnete Leistung verzeichnet. Das Transformationsprogramm des Unternehmens, «Project Brenntag», schreitet planmäßig voran und hat seit dem Start bereits rund 70 Millionen Euro zum operativen Ebitda beigetragen.

Christian Kohlpaintner, Vorstandsvorsitzender der Brenntag SE: «Im dritten Quartal 2021 hat Brenntag herausragende Ergebnisse erzielt. Unsere beiden globalen Geschäftsbereiche, Brenntag Essentials und Brenntag Specialties, haben maßgeblich zu dieser Leistung beigetragen. Die ungewöhnlichen und herausfordernden Marktbedingungen bestanden auch im dritten Quartal fort und es ist davon auszugehen, dass sie noch weit bis ins Jahr 2022 andauern werden. Produktverfügbarkeit sicherzustellen und damit zur Aufrechterhaltung des Betriebs der Kunden beizutragen, haben für Brenntag in diesem Umfeld weiterhin höchste Priorität. Wir danken allen unseren Mitarbeitenden für ihre großartigen Leistungen und ihre enorme Einsatzbereitschaft in diesen besonderen Zeiten.»

Im dritten Quartal 2021 erwirtschaftete Brenntag Umsatzerlöse von 3.738,2 Millionen Euro. Der Rohertrag stieg um 23,7 Prozent auf 862,3 Millionen Euro, verglichen mit 695,2 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Das operative Ebitda legte gegenüber dem dritten Quartal 2020 um 29,7 Prozent zu und erreichte 342,9 Millionen Euro. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 34 Prozent und stieg von 0,76 Euro auf 1,02 Euro.

Georg Müller, Finanzvorstand der Brenntag SE, erklärt: «Im dritten Quartal 2021 hat Brenntag seinen Erfolgskurs fortgesetzt. Wir haben in unseren beiden globalen Geschäftsbereichen starke Ergebnisse erzielt und freuen uns besonders über die Entwicklung des Ergebnisses je Aktie, das gegenüber dem dritten Quartal 2020 um mehr als 34 Prozent von 0,76 Euro auf 1,02 Euro gestiegen ist.»

Beide Geschäftsbereiche erzielen weiterhin starke Ergebnisse

Brenntag Essentials zeigte im dritten Quartal wieder eine starke Performance. Im Einklang mit den langfristigen Erwartungen verzeichnete Brenntag Specialties höhere Wachstumsraten als Brenntag Essentials und erzielte ausgezeichnete Ergebnisse.

Der Geschäftsbereich Brenntag Essentials, der vielfältige Industriezweige mit einem breiten Spektrum an Prozesschemikalien beliefert, erzielte im dritten Quartal 2021 wieder starke Ergebnisse. Der erwirtschaftete Rohertrag betrug 520,2 Millionen Euro (+19,5 Prozent), und das operative Ebitda stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 28,7 Prozent auf 210,3 Millionen Euro. Die Regionen EMEA, Lateinamerika und insbesondere Nordamerika trugen maßgeblich zu dieser positiven Entwicklung bei. Die Geschäftsentwicklung in der Region Asien Pazifik war aufgrund erneuter, strenger Lockdown-Maßnahmen im Kontext der COVID-19-Pandemie in Ländern wie Thailand, Vietnam und Indonesien sowie durch politische Maßnahmen Chinas zur Senkung des Energieverbrauchs und der Treibhausgasemissionen erheblich beeinträchtigt.

Der Geschäftsbereich Brenntag Specialties, der auf der Marktstellung des Unternehmens als größter Spezialchemikaliendistributeur der Welt aufbaut, erzielte im dritten Quartal 2021 erneut ausgezeichnete Ergebnisse. Der Bereich erwirtschaftete einen Rohertrag von 334,3 Millionen Euro (+30,1 Prozent) und das operative Ebitda stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 42,3 Prozent auf 152,9 Millionen Euro. Diese beachtlichen Ergebnisse sind auf die durchweg positive Entwicklung in allen Fokusindustrien zurückzuführen. In der Region Americas verzeichnete Brenntag Specialties besonders starke Ergebnisse.

«Project Brenntag» macht sehr gute Fortschritte

Die Umsetzung des umfassenden Transformationsprogramms «Project Brenntag» verläuft planmäßig und hat seit Einführung der neuen operativen Geschäftsstruktur im Januar 2021 große Fortschritte gemacht. Seit seinem Start trug «Project Brenntag» bereits mit rund 70 Millionen Euro zum operativen Ebitda bei. Es wird erwartet, dass dieser Beitrag bis 2023 auf 220 Millionen Euro jährlich ansteigt. Darüber hinaus setzt Brenntag die Optimierung seines weltweiten Standortnetzwerks weiter fort. Von den rund 100 geplanten Standortschließungen wurden bislang 68 vollzogen. Zudem wurden seit Beginn des Transformationsprogramms strukturell mehr als 740 von den ungefähr 1.300 Stellen abgebaut, die innerhalb von zwei Jahren sozialverträglich wegfallen sollen. Brenntag steht im engen Austausch mit den Arbeitnehmervertretungen in den verschiedenen Ländern.

Finanzvorstand wird sein Mandat nicht verlängern

Der langjährige Finanzvorstand von Brenntag, Georg Müller, hat den Aufsichtsrat davon in Kenntnis gesetzt, dass er sein Mandat nach Ablauf seiner Amtszeit Ende März 2022 nicht verlängern wird. Georg Müller ist seit nahezu 20 Jahren eine Konstante im Unternehmen. In dieser Zeit hatte er diverse Führungspositionen inne, davon zehn Jahre als Finanzvorstand. Es ist auch sein Verdienst, dass Brenntag heute Weltmarktführer in der Distribution von Chemikalien und Inhaltsstoffen ist. Insbesondere hat Georg Müller in den vielen Jahren maßgeblich zur Stärkung der Finanzkraft von Brenntag und zur ausgezeichneten Reputation des Unternehmens an den Finanzmärkten beigetragen. Der Aufsichtsrat hat einen strukturierten Prozess zur Nachfolgebesetzung eingeleitet.

Prognose trotz erheblicher Beeinträchtigungen bestätigt

Für das Geschäftsjahr 2021 bestätigt Brenntag seine Prognose, dass das operative Ebitda für das Geschäftsjahr 2021 zwischen 1,26 Milliarden Euro und 1,32 Milliarden Euro liegen wird (bisher: zwischen 1,16 Milliarden Euro und 1,26 Milliarden Euro). Die Prognose wurde im laufenden Jahr zweimal nach oben korrigiert und berücksichtigt das organische Wachstum, die erwarteten Effizienzsteigerungen aus der Umsetzung von «Project Brenntag» sowie den Ergebnisbeitrag bereits abgeschlossener Akquisitionen. Sie basiert auf der Annahme, dass die Wechselkurse stabil auf dem Niveau des Zeitpunkts der Prognoseanhebung bleiben. Brenntag geht davon aus, dass die außergewöhnlichen und herausfordernden Marktbedingungen bis weit in das Jahr 2022 andauern werden.