Home > Ernährung + Verbraucher > BÖLW: Wo Bio drauf steht, bleibt auch Bio drin

BÖLW: Wo Bio drauf steht, bleibt auch Bio drin

Berlin. (boe) Auch die neue EU-Öko-Verordnung 834/2007, die zum Jahreswechsel 2008/2009 in Kraft tritt, garantiert die gewohnt hohe Qualität und Sicherheit von Bio-Produkten. Während der Inhalt gleich bleibt, ändert sich für die Verbraucher die Kennzeichnung der Bio-Produkte. Zwar dürfen das deutsche Bio-Siegel und die Markenzeichen der deutschen Anbau-Verbände weiter auf die Verpackungen, spätestens ab Juli 2010 muss jedoch zusätzlich das neue EU-Bio-Logo verwendet werden, das derzeit erarbeitet wird. Hinzu kommt die verpflichtende Herkunftsangabe, die nach EU-Herkunft, nicht EU-Herkunft und EU-Herkunft/nicht EU-Herkunft unterscheidet. Zusätzlich kann – bei einem Anteil von 98 Prozent der Rohwaren aus einem Land – die nationale Herkunft angegeben werden. Der BÖLW hält diese Angaben für wenig aussagekräftig und fordert in Teilen eine Überarbeitung. Doch vergleicht man das Ergebnis des Revisionsprozesses mit dem ersten Verordnungsentwurf, hat der BÖLW gemeinsam mit seinem europäischen Verband, der IFOAM-EU-Gruppe, und dem deutschen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz nach drei Jahren harter Verhandlungen und zähem Ringen viel erreicht. «Vor allem bei der Kontrolle von Importware und den Regelungen zur Verarbeitung konnten substanzielle Fortschritte erreicht werden. So ist es jetzt möglich, dass auch Zusatz- und Hilfsstoffe in Bio-Qualität hergestellt und eingesetzt werden können», sagt BÖLW-Geschäftsführer Alexander Gerber. Dennoch entspricht die EU-Öko-Verordnung in einigen Punkten nach wie vor nicht dem Verständnis, das die deutschen Anbauverbände vom Ökologischen Landbau haben. So erlaubt die Verordnung etwa die Teilbetriebsumstellung. Die im BÖLW organisierten Verbände werden ihre strengeren Standards oberhalb der EU-Öko-Verordnung konsequent weiterentwickeln und kommunizieren, heißt es aus Berlin.