Freitag, 9. Dezember 2022

Bodeta: Süßwaren-Hersteller in finanzielle Schieflage

Halle / Saale. (mdz) Einer der größten Süßwaren-Hersteller Sachsen-Anhalts ist wegen steigender Energiekosten in finanzielle Schieflage geraten: Das Traditionsunternehmen Bodeta aus Oschersleben hat Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. «Die steigenden Energie- und Rohstoffkosten sind für das Unternehmen nicht mehr zu verkraften», sagte der vorläufige Sachwalter Lucas Flöther der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Mittwoch-Ausgabe). Die Löhne der rund 120 Mitarbeitenden sei für die kommenden drei Monate gesichert. Die Auftragslage des Unternehmens sei gut. Es werde nun mit der Investorensuche begonnen. Das Sortiment von Bodeta setzt sich zusammen aus Bonbons, Osterspezialitäten und Dragees. Bekannt sind unter anderem Eukalyptus Bonbons mit dem Namen «Euka Menthol» oder der DDR-Klassiker Himbeer-Frucht-Bonbons. Bodeta (abgeleitet vom Bodetal) wurde 1892 in Oschersleben unter dem Namen Becker + Schmidt gegründet. In der DDR gehörte der Betrieb zum VEB Süßwarenkombinat mit Sitz in Halle, 1992 übernahm die Schweizer Indawisa Holding das traditionsreiche Unternehmen mit wechselvoller Geschichte.

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