Donnerstag, 29. Februar 2024

BMEL: Bio-Lebensmittel auch in Krisenzeiten nachgefragt

Berlin. (bmel) Wie verändern sich die Einkaufsgewohnheiten der Verbraucher von Jahr zu Jahr in Bezug auf Bio-Lebensmittel? Das untersucht seit 2002 das Öko-Barometer im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Schwerpunktthema der rückblickenden Befragung 2022 war Bio in der Außer-Haus-Verpflegung mit dem Fokus auf Betriebsrestaurants, Kantinen und Mensen.

Die Mehrheit der Deutschen will auch künftig zu Bio-Produkten greifen, ist sich das BMEL mit Blick auf sein Öko-Barometer 2022 sicher. Trotz Inflation und Kaufzurückhaltung am gesamten Lebensmittelmarkt geben 89 Prozent der Befragten an, in Zukunft Bio-Lebensmittel kaufen zu wollen, so die Ergebnisse des aktuellen Öko-Barometers. Aktuell greifen nach Angaben der Befragten 85 Prozent zu Bio. Besonders beliebt sind Bio-Eier sowie Gemüse und Obst aus Öko-Erzeugung. Auch in Betriebsrestaurants, Kantinen oder Mensen sind Speisen mit Bio-Lebensmitteln beliebt. Die wichtigsten Gründe für den Bio-Konsum: artgerechte Tierhaltung, möglichst naturbelassene Lebensmittel, regionale Herkunft und eine gesunde Ernährung.

Bundesminister Cem Özdemir (BMEL): «Die Menschen wollen weiter Bio – das ist eine gute Nachricht für Umwelt, Klima, Artenschutz und unsere Höfe. Und es bestärkt uns auf unserem Weg, Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion zukunftsfest aufzustellen. Gerade in Krisenzeiten wird uns noch einmal stärker bewusst, wie wertvoll und wichtig es ist, nachhaltig zu wirtschaften.» Die wichtigsten Ergebnisse 2022:

  • 36 Prozent der Befragten bekunden, häufig (33 Prozent) oder ausschließlich (3 Prozent) Bio-Lebensmittel zu kaufen. Unter den befragten Frauen fällt der Anteil mit 40 Prozent höher als unter Männern (32 Prozent) aus. Zudem geben 49 Prozent der Befragten an, gelegentlich Bio-Lebensmittel zu erwerben.
  • Die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln ist bei Eiern sowie Gemüse und Obst am größten, gefolgt von Kartoffeln, Milchprodukten sowie Fleisch- oder Wurstwaren. Seltener werden Süßwaren und alkoholische Getränke in Bio-Qualität gekauft.
  • Von den vorgegebenen Aspekten für den Einkauf von Bio-Lebensmitteln werden am häufigsten eine artgerechte Tierhaltung (54 Prozent) und gesunde Lebensmittel (44 Prozent) als wichtigster oder als zweitwichtigster Aspekt ausgewählt. Faire Bedingungen bei Produktion und Handel sowie der Klimaschutz werden dabei von jeweils einem Viertel der befragten Bio-Käuferschaft angegeben. Der Geschmack ist für etwa ein Fünftel der wichtigste oder zweitwichtigste Aspekt.
  • Gekauft werden Bio-Lebensmittel mit Abstand am häufigsten im Supermarkt: 90 Prozent der Bio-Käuferschaft nutzt das Bio-Angebot der Supermärkte.
  • Etwa die Hälfte der Befragten nutzt nach eigenen Angaben Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung wie Betriebsrestaurants, Kantinen oder Mensen (49 Prozent). Ein Viertel aller Befragten isst dort mindestens einmal monatlich, 15 Prozent tun dies mindestens einmal wöchentlich. Vier von fünf Befragten sind bereit, in einer Kantine oder Mensa für ein Bio-Gericht mehr zu bezahlen (80 Prozent).
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