Samstag, 4. Februar 2023

«Best Ager»: die selbstbewusste Konsumentengeneration

Köln. (bbe) In der Theorie wissen Hersteller und Handel durchaus, dass sich die Generation der Senioren grundlegend verändert hat. Großeltern vergangener Tage schenkten ihre Aufmerksamkeit (und ihr Geld) hauptsächlich Kindern und Enkeln. Heute ist viel die Rede von «Best Agern» und dem «Zweiten Frühling». Die Menschen über 55 waren noch nie so agil, arbeitswillig, ideenreich und konsumfreudig. Viele genießen den Ruhestand als neue Freiheit in vollen Zügen: Aktuelle Berechnungen des Statistischen Bundesamts zeigen, dass die 55- bis 65-Jährigen mit knapp 2.360 Euro im Monat pro Haushalt mehr für den Konsum ausgeben als andere Altersklassen. Dennoch wird nach wie vor das Seniorenalter mit Gebrechlichkeit und mangelnder Flexibilität in Verbindung gebracht. Hersteller und Handel buhlen verstärkt um die Gunst der Kids und Teens und lassen den derzeit fruchtbarsten Acker vielfach unbearbeitet. Dabei ist besonders für den deutschen Einzelhandel, der seit Jahren unter rückläufigen Konsumausgaben leidet, mit den «Best Agers» ein Silberstreif am Horizont und mithin eine Kundengruppe aufgetaucht, die von besonderem Interesse sein sollte. Dies alles – der demographische Wandel, das veränderte Konsumverhalten sowie der Kampf des Einzelhandels um jeden Kunden – macht eine Bestandsaufnahme zwingend erforderlich. Was zählt ist der Status Quo und die Entwicklung in den kommenden Jahren. Die neue Generation der Senioren wird es danken.
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