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Bäko Zentrale Nord: mit Geschäftsentwicklung zufrieden

Hamburg. (bae) Die Bäko Zentrale Nord als größter Waren- und Dienstleistungsanbieter für Bäcker und Konditoren in der Nordhälfte Deutschlands weist für das Geschäftsjahr 2006 eine positive Gesamtentwicklung aus. Besonders erfreulich seien die erheblichen Zuwächse im klassischen Rohstoffgeschäft, dessen Umsätze 2006 auf insgesamt 529 Millionen Euro anstiegen, sagt Lutz Henning, Vorstandsvorsitzender der Genossenschaft. In diesem Marktsegment ist die Zentrale mit Geschäftssitz in Duisburg weiterhin Marktführer. Stichpunkte:

  • Erfreuliches Geschäftsergebnis auf hohem Niveau
  • Bäko-Zuwächse in den Bereichen Rohstoffe, Investitionsgüter und Eigenmarken
  • Gute Eigenkapitalausstattung
  • Positive Gesamtentwicklung des Geschäftsverlaufs 2007 mit Umsatzsteigerung von rund neun Prozent
  • Stärkung der Bäko-Kernkompetenzen
  • Führende Marktposition in der Backbranche ausgebaut
  • Gute Konjunktur steigert die Investitionsbereitschaft des deutschen Bäckerhandwerks und der Bäko-Kunden

Den stärksten Umsatzzuwachs erzielten die Genossen im Geschäftsjahr 2006 im Bereich Maschinen und Geräte, der überproportional um 13,5 Prozent auf einen Gesamtumsatz von 40 Millionen Euro zulegen konnte. Hier zeigten sich – nach jahrelang rückläufiger Entwicklung – unmittelbar die Auswirkungen der guten Konjunktur: Mit dem gesamtwirtschaftlichen Aufschwung des Jahres 2006 nahm auch die Bereitschaft der vorwiegend mittelständischen Unternehmen, in die Ausstattung der Betriebe und Anlagen zu investieren, sprunghaft zu.

Positive Geschäftsbilanz 2006 – Steigerung des Jahresüberschusses – Umsatzplus im Bereich Handelswaren und Eigenmarken – Stärkung der Eigenkapitalquote

Die steigende Investitionsbereitschaft ist ein deutliches Indiz für die wirtschaftliche Stabilisierung und positive Zukunftseinschätzung der Handwerksbranche, deren Produkte, Sortimente und Marktauftritte – stärker als jemals zuvor – im Verbrauchertrend einer bewussten, gesunden und qualitätsgeprägten Ernährung liegen würden.

Der Jahresumsatz 2006 der Bäko Zentrale Nord eG in Höhe von 643 Millionen Euro bedeute gegenüber dem Vorjahr zwar einen leichten Umsatzrückgang von 1,5 Prozent, sagt Henning. Wesentliche Ursachen dafür seien allerdings allgemeine Preisänderungen und die Beendigung der Zusammenarbeit mit einigen Vertragslieferanten.

Das Geschäftsergebnis 2006 stellt sich eindeutig positiv dar. Der ausgewiesene Jahresüberschuss beträgt 1,434 Millionen Euro. Daraus soll eine Kapitaldividende in Höhe von sechs Prozent gewährt werden. Gemäß Vorschlag der Verwaltungsgremien hat die Generalversammlung Ende September in Hamburg darüber positiv befunden. Die Ausschüttungen aus dem operativen Geschäft an die jeweiligen Regionalgesellschaften bewegen sich mit einer Gesamtsumme von 7,3 Millionen Euro weiter auf hohem Niveau.

Verbessern konnte sich auch der Bereich Handelswaren mit einem Umsatzanstieg von 1,3 Prozent, der besonders durch Bäko-Eigenmarken erzielt wurde (Kaffee, Getränke und Frühstückssortiment). Auch im aktuellen Geschäftsverlauf 2007 weist der Vorstandsvorsitzende auf die erfreuliche Umsatzentwicklung hin, die bisher ein Umsatzplus von rund neun Prozent verbuchen kann.

Obwohl die Bilanzsumme zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2006 auf 48,2 Millionen Euro gestiegen ist, konnte die Eigenkapitalquote wiederum gestärkt werden. Sie stieg um 0,8 Prozent auf 36,9 Prozent. Damit verfügen die Genossen über ein ausgewiesenes Eigenkapital von 17,8 Millionen Euro. Das Anlagevermögen ist vollständig durch Eigenkapital finanziert. Der Cashflow war zur Finanzierung sämtlicher Investitionen jederzeit ausreichend. Als Summe von Jahresüberschuss und Abschreibungen stieg er im Berichtsjahr auf 2,4 Millionen Euro. Vorstand und Aufsichtsrat der Bäko Zentrale Nord bewerten die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens – wie bereits in den Vorjahren – übereinstimmend als gut.

Positiver Umsatztrend auch bei der Bäko Gruppe Nord

Die 25 Regionalgesellschaften der Bäko Gruppe Nord erzielten 2006 einen Gesamtumsatz von 921 Millionen Euro. Dies entspricht einer Steigerung von 2,1 Prozent zum Vorjahr. Dem Waren- und Dienstleistungsverbund gehörten im Geschäftsjahr 2006 insgesamt 25 aktive Regionalgesellschaften an, die mit 1.600 Beschäftigten rund 8.400 backende Kunden betreuten.

Größtenteils wurden auch hier die Umsätze im Geschäftsjahr 2006 wieder mit Rohstoffen erzielt – ihr Umsatzanteil lag bei knapp 394 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr konnten die Umsätze mit Produkten aus dem Frischedienstbereich deutlich gesteigert werden und erreichten mit zirka 141 Millionen Euro (plus 4,9 Prozent) den zweiten Platz auf der Umsatzrangliste. An dritter Position folgte der Warenbereich Mehl (Sack und Silo) mit insgesamt knapp 130 Millionen Euro. Ein deutliches Plus gegenüber 2005 war auch im Bereich Tiefkühlware zu verzeichnen (plus 2,7 Prozent). Den stärksten Umsatzzuwachs erzielten die Regionalgenossenschaften der Gruppe jedoch im Bereich Maschinen und Geräte, der überproportional um 18,4 Prozent zulegen konnte.

Die Bäko Euro Trade GmbH, die vor drei Jahren als Gemeinschaftsunternehmen der Bäko Zentrale Nord eG und der Regionalgesellschaften gegründet wurde und hauptsächlich Spezial- und Großkunden beliefert, konnte ihre Position am Markt weiter ausbauen. Zudem hat die Zentrale Nord auch 2006 wieder erheblich in innerbetriebliche Bereiche investiert. Dies gilt vor allem für die Realisierung des Datenverbundes zwischen der Zentrale, den Genossenschaften und Lieferanten (Quelle).